Hitzewelle in Deutschland deckt Fehler auf
16.45 Uhr: Nicht nur die Europäer selbst, sondern auch ihre Energiesysteme sind in dieser Woche ins Schwitzen gekommen. Die Hitzewelle, die sich seit Tagen über den Kontinent breitmacht, legt die Schwachstellen eines Energiesystems offen, das für die neuen Wetterbedingungen nicht gerüstet ist. Aber in Deutschland ist das System besonders in den Fokus gerückt, da die Strompreise an der Börse nahezu auf Rekordhöhen stiegen – ein Zeichen dafür, dass Deutschland an einem zentralen Punkt der Energiewende geschlafen hat.
Hitzerekord in Deutschland wurde erneut gebrochen
16.16 Uhr: Laut den vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdiensts (DWD) wurden in Saarbrücken-Burbach um 15 Uhr 41,4 Grad gemessen und somit ein neuer Hitzerekord in Deutschland aufgestellt. Bei der Wetterstation war bereits am Freitag die bisherige Allzeit-Höchstmarke von 41,2 Grad eingestellt worden.
Im Video | Hitze: Polizei setzt Wasserwerfer an Wahrzeichen ein
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Um 16.30 Uhr bestätigte der DWD dann der Nachrichtenagentur afp, dass nach den vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes die Messstation in Drewitz im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt eine Temperatur von 41,5 Grad verzeichnet habe.
Wasser aus Gartenschlauch: Siebenjähriger erleidet Verbrühungen
15.50 Uhr: Ein siebenjähriger Junge hat sich in einer Kleingartenanlage in Neuss mit heißem Wasser aus einem Gartenschlauch Verbrühungen im Gesicht zugezogen. Wie die Polizei mitteilte, spielte das Kind am Freitagnachmittag mit dem Schlauch, der zuvor bei den hohen Temperaturen in der Sonne gelegen hatte.
Der Junge wurde zur Behandlung in eine Kinderklinik gebracht. Wie die Polizei mitteilte, erlitt er keine weiteren Verletzungen.
Wasserwerfer gegen Hitzewelle: Polizei startet Aktion
15.33 Uhr: In Berlin setzt die Polizei am Nachmittag zwei Wasserwerfer ein, um bei der extremen Hitze für ein wenig Erfrischung zu sorgen. Wie die Polizei online mitteilte, beginnt die Aktion gegen 15 Uhr am Brandenburger Tor. Anschließend sollen die Wasserwerfer am Reichstagsgebäude, dem Potsdamer Platz, dem Roten Rathaus und dem Mauerpark vorbeifahren.
ADAC: Hitzeschäden auf neun Autobahnen
14.21 Uhr: Die Hitzewelle führt auf mehreren deutschen Autobahnen zu erheblichen Schäden. Wie der ADAC mitteilte, gibt es auf insgesamt neun Autobahnen sogenannte Blow-ups – also wegen der extremen Temperaturen aufgeplatzte Fahrbahnen. Laut ADAC sind davon Abschnitte auf der A2, der A93, der A9, der A10, der A7, der A48, der A3, der A1 und der A13 betroffen. Teilweise sind die Streckenabschnitte komplett gesperrt, teilweise gelten dort Tempobeschränkungen.
