Wetterexperte staunt
„Für Ende September sehr ungewöhnlich“
Aktualisiert am 23.09.2026 – 13:15 UhrLesedauer: 3 Min.

Ein Orkantief zieht weit nördlich an Deutschland vorbei – und lässt hierzulande die Temperaturen steigen. Zum Monatsende wird es noch einmal sommerlich warm. Doch wie lange hält dieses Wetter?
Das Wetter im September dreht zum Monatsende noch einmal ordentlich auf: Zum Wochenende sind sogar Temperaturen nahe der 30-Grad-Marke möglich. Der Meteorologe Dominik Jung erklärt auf Anfrage von t-online das meteorologische Geschehen: „Die Wetterlage ist für Ende September bemerkenswert: Ein kräftiges Sturmtief bei Island lenkt auf seiner Vorderseite mit südwestlicher Strömung sehr warme Luft nach Mitteleuropa, gleichzeitig sorgt ein Hochdruckkeil über Deutschland für viel Sonnenschein.“
Zunächst zieht allerdings ein Regengebiet über Deutschland und bestimmt das Wetter. Am Mittwoch beginnt der Tag verbreitet sonnig, von Nordwesten ziehen im Tagesverlauf jedoch zunehmend Wolken auf. Am späten Nachmittag setzt dort Regen ein, der in der Nacht zum Donnerstag weiter nach Südosten zieht. Im Südwesten bleibt es weitgehend trocken. Die Temperaturen erreichen 17 bis 22 Grad, im Südwesten sind bis zu 25 Grad möglich.
Am Donnerstag sinken die Temperaturen zunächst auf 15 bis 20 Grad. Hinter dem abziehenden Regengebiet lockern die Wolken jedoch wieder auf. Etwa westlich einer Linie zwischen Bremen und München ist verbreitet mit Sonnenschein zu rechnen.
Live-Wetterkarte: Hier wird es in Deutschland regnen
Wo es wann in Deutschland regnet wird, zeigt unsere Live-Wetterkarte.
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Wetter in Deutschland dreht auf
Zum Freitag und Samstag gewinnt dann ein Hochdruckgebiet über Deutschland an Einfluss und wendet das Wetter. Von Südwesten setzt sich nach der Auflösung örtlicher Nebelfelder zunehmend die Sonne durch. Die Höchstwerte liegen in der Nordosthälfte zwischen 16 und 20 Grad, in der Südwesthälfte zwischen 18 und 24 Grad.
Am Samstag ziehen im Norden zeitweise Wolkenfelder durch, örtlich fällt etwas Regen. In der Mitte und im Süden Deutschlands bleibt es nach der Auflösung von Nebel dagegen heiter oder sonnig und trocken. Gleichzeitig steigen die Temperaturen: Meist werden 20 bis 25 Grad erreicht, am Oberrhein sind laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) örtlich bis zu 27 Grad möglich.
Wetterexperte: „Hier ist die Chance auf einen Hitzetag am größten“
Meteorologe Jung bestätigt diese Wetterprognose: „Für Karlsruhe rechne ich am Samstag mit 27 bis 29 Grad, örtlich sind knapp 30 Grad möglich. Am Sonntag erwarte ich 28 bis 30 Grad, hier ist die Chance auf den ersten Hitzetag seit Wochen am größten.“
Der Wetterexperte fügt hinzu: „Das ist für Ende September sehr ungewöhnlich, normal wären in Karlsruhe um die 20 Grad.“ Auffällig sei auch die große Spanne zwischen Tag und Nacht: „Morgens liegen die Temperaturen oft nur um 10 bis 12 Grad, nachmittags herrscht dann Hochsommerwetter.“ Rund um den Oberrhein hält Jung sogar Werte von 31 oder 32 Grad für möglich.
