Wegfall von Fördermitteln

Hilfsorganisation Arche Nova unter finanziellem Druck

28.07.2026 – 18:21 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Hilfsorganisation Arche Nova aus Dresden sieht sich unter einem wachsenden finanziellen Druck (Symbolbild). (Quelle: Robert Michael/dpa/dpa-bilder)

Weniger Fördermittel setzen die internationalen Hilfsprojekte und Bildungsangebote von Arche Nova unter Druck. Auch der Freistaat Sachsen ist gefordert.

Die Dresdner Hilfsorganisation Arche Nova sieht sich unter finanziellem Druck. „Kürzungen und der Wegfall öffentlicher Fördermittel gefährden internationale Hilfsprojekte ebenso wie Bildungsangebote in Sachsen“, teilte die Organisation nach einem Gespräch mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) mit.

Bei dem Treffen habe man deshalb einen verlässlichen politischen Rückhalt und eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Freistaat angesprochen.

Kretschmer lobt Hilfsorganisation für ihr Engagement

Kretschmer bezeichnete den Verein Arche Nova als einen der bedeutendsten Akteure der Entwicklungshilfe in Sachsen. „Ich habe großen Respekt vor dem langjährigen und vorbildlichen Engagement der Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen. Unsere Gesellschaft lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich für das Gemeinwohl einsetzen“, zitierte der Verein den Regierungschef.

Bei dem Gespräch mit Kretschmer ging es unter anderem um das seit 2017 mit Mitteln des Freistaates geförderte Bildungsprogramm von Arche Nova im Libanon. Dabei geht es um Bildungsangebote für syrische Flüchtlingskinder. „Die langjährige Förderung durch den Sächsischen Landtag hat mehr als 7.700 Kindern eine Perspektive gegeben. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, die Zusammenarbeit zu verstetigen und weiterzuentwickeln“, erklärte Sarah Kendziorra, Vize-Chefin für Internationale Programme bei Arche Nova.

Organisation braucht Beistand aus der Politik

„Unsere Arbeit verbindet konkrete Hilfe für Menschen in Krisengebieten mit Bildungsarbeit in der Region. Beides ist angesichts der aktuellen Herausforderungen in Sachsen und der Welt unverzichtbar. Wir brauchen deshalb ein klares Signal, dass humanitäre Hilfe, Bildung für nachhaltige Entwicklung und zivilgesellschaftliches Engagement auch künftig politisch gewollt und unterstützt werden“, betonte Geschäftsführer Jens Ola.

Humanitäre Hilfe in den Bereichen Wasser, Sanitär und Hygiene bildet seit mehr als 30 Jahren den Schwerpunkt der Arbeit von Arche Nova (offizielle Schreibweise: arche noVa). Zugleich organisiert sie den Wissenstransfer und die Bildung notwendiger Strukturen vor Ort als Hilfe zur Selbsthilfe.

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