Wegen Bombenverdachts
Tausende Bewohner werden evakuiert: Hier fahren Sonderbusse
13.10.2026 – 05:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Tausende Menschen müssen wegen eines möglichen Blindgängers ihre Häuser verlassen. Auch Busse und Bahnen sind betroffen. Die BSVG hat einen Sonderverkehr geplant.
Wegen der geplanten Evakuierung müssen sich Fahrgäste in Braunschweig am Freitag (16. Oktober) auf Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Wie die Braunschweiger Verkehrs-GmbH (BSVG) mitteilt, wird der reguläre Bus- und Straßenbahnverkehr im Laufe des Vormittags teilweise eingeschränkt. Gleichzeitig richtet das Unternehmen einen kostenlosen Pendelverkehr für betroffene Anwohner ein.
Hintergrund ist der Verdacht auf eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg nordöstlich von Leiferde. Rund 4.200 Menschen müssen deshalb bis 8 Uhr ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Betroffen sind vor allem Leiferde und Stöckheim sowie einzelne Grundstücke im Süden von Rüningen.
Diese Haltestellen fahren die Pendelbusse an
Die BSVG setzt im Zuge eines Shuttle-Services mehrere Sonderbusse ein, die evakuierte Anwohner zur Notunterkunft in der Turnhalle der Grundschule Rüningen an der Thiedestraße 24a bringen. Dafür werden vier bestehende Haltestellen angefahren:
- Stöckheim: Stöckheimer Markt und Großes Weghaus
- Leiferde: Eutschenwinkel und Thiedebacher Weg
Die Haltestellen sind zusätzlich mit dem Hinweis „Evakuierung“ gekennzeichnet. Auch die eingesetzten Busse tragen eine entsprechende Anzeige. Die Busse fahren laut Stadt ab 8 Uhr alle 7,5 Minuten, bis das Gebiet geräumt ist. Nach Entschärfung führt der Rücktransport über den gleichen Linienweg zurück.
Im regulären Nahverkehr kommt es währenddessen zu Einschränkungen. Das Aussteigen aus Bussen und Straßenbahnen ist in den gesperrten Gebieten nicht möglich.
Auch mehrere Straßen werden gesperrt
Nach Angaben der Stadt Braunschweig werden am Freitag ab 8 Uhr auch die Leipziger Straße, der Rüninger Weg und der Schenkendamm gesperrt. Die Thiedestraße zwischen Rüningen und Leiferde bleibt dagegen befahrbar.
Zudem soll der Zugverkehr im Laufe des Vormittags unterbrochen werden. Wann genau, entscheidet der Kampfmittelbeseitigungsdienst abhängig vom Verlauf der Evakuierung und der anschließenden Erdarbeiten.
Ob sich an der Verdachtsstelle tatsächlich eine Fliegerbombe befindet, lässt sich erst nach dem Freilegen klären. Sollte ein Blindgänger entdeckt werden, muss dieser unmittelbar entschärft werden. Nach erfolgreicher Entschärfung werden die Sperrungen aufgehoben.
