Umweltbilanz

Wüst landet bei Dienstwagen-Klimabilanz ganz hinten

01.09.2026 – 12:05 UhrLesedauer: 2 Min.

Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, steigt aus seinem Dienstwagen: Die meisten Spitzenpolitiker im Bund und in den Ländern verfehlen aus Sicht der Deutschen Umwelthilfe mit klimaschädlichen Dienstwagen ihre Vorbildfunktion. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa)

NRW kassiert erneut die Rote Karte für klimaschädliche Dienstwagen. Wieso Wüst zum Trio der am schlechtesten bewerteten Dienstwagennutzer gehört – und was die Umwelthilfe dazu sagt.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) schneidet bei der aktuellen Dienstwagen-Auswertung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) besonders schlecht ab. Unter den Länderchefs teilt sich Wüst gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) den letzten Platz.

Die Dienstwagen der drei Regierungschefs stoßen nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe pro gefahrenem Kilometer jeweils 262 Gramm CO₂ aus. Damit halten sie im Vergleich der Länderchefs die „rote Laterne“.

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Im vergangenen Jahr lagen Wüst, Schwesig und Wegner noch auf dem vorletzten Platz – vor Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Bei Wüst ist allerdings zu berücksichtigen, dass er wie zahlreiche weitere Spitzenpolitiker in einem sondergeschützten Fahrzeug unterwegs ist. Solche Fahrzeuge sind schwerer und verursachen entsprechend höhere CO₂-Emissionen.

Umweltbilanz: NRW bleibt im Mittelfeld

Auch bei der Gesamtbewertung der Landesregierung fällt Nordrhein-Westfalen nicht positiv auf. Nordrhein-Westfalen landet wie bereits im Vorjahr auf Platz 9 und gehört damit zu den Ländern, die von der Umwelthilfe eine Rote Karte für zu viele klimaschädliche Dienstwagen erhalten.

2023 hatte NRW in dem Ranking sogar noch den letzten Platz belegt. Schlusslichter sind diesmal erneut Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, die laut DUH vollständig auf batteriebetriebene Dienstwagen verzichten.

Berlin, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein erhielten eine Gelbe Karte. Kein Bundesland schafft es insgesamt in den grünen Bereich.

Umwelthilfe kritisiert Rückkehr zum Verbrenner

Einzelne Mitglieder der nordrhein-westfälischen Landesregierung schneiden allerdings deutlich besser ab. Nach Angaben der DUH gehören die vier Grünen-Landesminister in NRW zu den Politikern, deren Dienstwagen im grünen Bereich liegen.

Die Deutsche Umwelthilfe sieht bundesweit einen Rückschritt beim Klimaschutz. Nach ihrer Einschätzung setzen immer mehr Spitzenpolitiker wieder auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Besonders kritisch bewertet die Organisation den zunehmenden Einsatz von Plug-in-Hybriden. Fahrzeuge mit großem Verbrennungsmotor und vergleichsweise kleinem Elektromotor machen laut DUH inzwischen 42 Prozent der untersuchten Dienstwagen aus.

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