„Ich habe grenzwertige Sachen erlebt“
Heidi Klum spricht über ihre Zeit mit Trump und Weinstein
27.05.2026 – 20:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Model ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA ein Star. In einem Interview blickt Heidi Klum auf ihre Karriere und umstrittene Wegbegleiter zurück.
Am Donnerstag kürt Heidi Klum im TV zum 21. Mal „Germany’s Next Topmodel“. Das Finale fand erstmals nicht live statt, sondern wurde bereits Monate zuvor aufgezeichnet. In Los Angeles, der Heimat der GNTM-Chefin. Heidi Klum lebt seit vielen Jahren in den USA, baute sich dort ebenfalls eine erfolgreiche Karriere auf.
Nachdem sie als 18-Jährige einen Modelwettbewerb in Thomas Gottschalks Late-Night-Show gewonnen hatte, zog es sie nach New York. Der große internationale Durchbruch gelang ihr 1998 mit dem Cover der „Sports Illustrated“. In dieser Zeit lernte sie auch Donald Trump kennen, am Set des Films „Studio 54“.
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„Danach sind wir uns immer mal wieder auf Events begegnet“, erzählte die 52-Jährige dem „Zeit“-Magazin jetzt im Rückblick auf ihre Karriere und stellte klar: „Er war einfach Donald, ein lustiger Typ. Jeder kannte ihn in New York.“ Als er 2016 erstmals zum Präsidenten der USA gewählt wurde, sei das für sie keine große Überraschung gewesen, denn „in Amerika gab es auch schon Präsidenten, die vorher Schauspieler waren“, so Heidi Klum.
Ihrer Meinung nach sei es aber „schon wichtig bei so einem Job, in dem man über so viele Menschen entscheidet, das auch gelernt zu haben“. Das sei in Deutschland besser gelöst und „sollte eigentlich überall so sein“, findet das Model.
„Das hat mich sehr schockiert“
Auch mit Harvey Weinstein hat sie gemeinsame Erinnerungen. Ihre langjährige Castingshow „Project Runway“ wurde von dem ehemaligen Hollywoodmogul produziert. Vor einigen Jahren wurden schwere Vorwürfe gegen Weinstein publik, mittlerweile sitzt er als verurteilter Sexualstraftäter im Gefängnis.
Der Fall habe sie „sehr schockiert“, offenbarte Heidi Klum jetzt. „Natürlich habe ich auch grenzwertige Sachen erlebt in meiner Karriere“, erklärte sie. Sie habe jedoch versucht, sich gar nicht erst in bestimmte Situationen zu begeben und ihrer Agentur damals klargemacht: „Ich muss nicht zu einer Party, ich muss zu keinem persönlichen Meeting. Ich kann normal tagsüber ins Büro zu den Leuten gehen und mich vorstellen.“
Zudem habe ihr wohl auch geholfen, „dass ich sehr früh verheiratet war, mit 23. Und dann in meinen Dreißigern eben die Kinder. Da war ich auf keiner Party – nur auf vielen Kindergeburtstagen“, so Heidi Klum. Rückblickend habe sie den für sich richtigen Weg gewählt und sei „wirklich stolz auf das, was ich erreicht habe“, betonte sie.
