Nach jahrelangem Verfall

Hamburgs „Ekel-EKZ“ wird umgebaut – das sind die Pläne

22.04.2026 – 03:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Abgesperrte Straßen beim Einkaufszentrum Steilshoop (Archivbild): Der Um- und Teilrückbau soll bis zur Eröffnung der neuen U-Bahn-Linie U5 fertiggestellt sein. (Quelle: IMAGO/BODE)

Neben neuen Wohnungen und Läden ist auch ein Ärztehaus geplant. Wann die große Umbauphase starten soll, steht schon fest.

Das als „Ekel-EKZ“ von Steilshoop bekannte Einkaufszentrum in Hamburg soll eine neue Mitte werden: Der Senat und die Eigentümerin des maroden Gebäudes haben laut einer Pressemitteilung des Senats eine notariell beglaubigte Sanierungsvereinbarung unterzeichnet.

In einem ersten Schritt soll das sogenannte Ärztehaus südlich der Gründgensstraße saniert und zu einem Wohngebäude mit bis zu 80 Wohnungen umgebaut werden. Der Bauantrag wurde bereits gestellt.

Sobald das sogenannte laufende Bauleitplanverfahren „Steilshoop 13“, das formale Verfahren zur Festlegung der künftigen Bebauung, abgeschlossen ist, soll 2028 die zweite Phase beginnen: der Teilrückbau sowie Um- und Neubau des Einkaufszentrums am Schreyerring.

Bis 2033 soll das neue Zentrum stehen, dem Jahr, in dem auch die neue U-Bahn-Linie U5 Steilshoop erstmals ans Schnellbahnnetz anschließen soll. „Pünktlich zur Einweihung der U5 Anfang der 30er-Jahre soll Steilshoop damit nicht nur die lange versprochene U-Bahn-Anbindung, sondern endlich auch ein würdiges und wertiges Zentrum mit attraktiven Nahversorgungsangeboten erhalten – wozu ausdrücklich auch dringend benötigte medizinische Angebote gehören“, wird Senator Dressel in der Pressemitteilung zitiert.

Bezirksamtsleiter Ritzenhoff sagte, die Neugestaltung werde „nicht nur neuen Wohnraum und bessere Einkaufsmöglichkeiten“ bringen, sondern „auch eine Aufwertung des Lebensumfeldes der Menschen in Steilshoop insgesamt.“

Mike Hemmerich, Geschäftsführer der WHM Central Park am Bramfelder See GmbH, erklärte: „Ich bin begeistert, dass wir die gemeinsame weitere Sanierung vertraglich gesichert haben und nun mit der ersten baulichen Umsetzung starten.“

Dressel kündigte an, die Einhaltung des Vertrags zu kontrollieren: „Wir werden darauf achten, dass die Sanierungsvereinbarung nun auch wie versprochen umgesetzt und die Sanierungsziele im Sinne der Menschen vor Ort auch eingehalten werden.“

Share.
Die mobile Version verlassen