Krise der Automobilbranche
Autohändler mit mehr als 170 Mitarbeitern geht insolvent
05.05.2026 – 10:01 UhrLesedauer: 1 Min.
Der schwäbische Autohändler Autolöwen hat Insolvenz angemeldet. Nachdem die Firma viele Jahre expandiert hat, ist die Zukunft für die Beschäftigten nun ungewiss.
Der Autohändler Autolöwen mit Sitz in Schwäbisch Hall hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der Antrag sei noch im April eingereicht worden, wie ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Markus Schuster von der Kanzlei Schultze & Braun der „Heilbronner Stimme“ bestätigte. Von der Insolvenz sind nach Angaben des Sprechers insgesamt 138 Angestellte und 34 Auszubildende betroffen.
Im Video | Insolvenz: Wann es passiert und was das bedeutet
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Die Autolöwen GmbH gründete sich im Jahr 2000 als Peugeot-Händler. Der Name des Unternehmens geht auf das Löwen-Logo der Marke zurück. Die heutige Geschäftsführung hatte Autolöwen im Jahr 2018 übernommen. Das Unternehmen vertreibt Neuwagen vorwiegend des Stellantis-Konzerns, darunter Marken wie Peugeot, Opel, Fiat und Jeep.
In den vergangenen Jahren expandierte die Firma deutlich und übernahm mehrere Standorte in Baden-Württemberg. Noch vor rund einem Jahr hat Autolöwen eine zusätzliche Niederlassung in Ludwigsburg übernommen. Insgesamt betreibt das Unternehmen mittlerweile acht Niederlassungen: zwei in Schwäbisch Hall, weitere in Crailsheim, Aalen, Heilbronn und Öhringen sowie zwei in Ludwigsburg.
Bereits im Geschäftsjahr 2023/24 hatte der Autohändler einen Verlust verzeichnet, wie aus veröffentlichten Unternehmenszahlen hervorgeht. Für das laufende Jahr erwartete die Geschäftsführung angesichts der schwierigen Lage in der Autobranche einen deutlich höheren Rückgang.
Als Teil der geplanten Gegenmaßnahmen sollten unter anderem die beiden Standorte in Schwäbisch Hall zusammengelegt werden. Diesen Schritt hat das Unternehmen bislang allerdings nicht umgesetzt.
