Cyberangriff

Hacker stehlen Daten von zehntausenden Klinikpatienten

Aktualisiert am 22.05.2026 – 09:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Buchstaben und Zahlen leuchten auf einem Bildschirm, auf dem ein Hacker-Programm geöffnet ist. (Quelle: Sina Schuldt/dpa/dpa-bilder)

Diagnosen, Adressen, Rechnungsinfos: Von einem Cyberangriff bei einem Dienstleister sind bundesweit mehrere Krankenhäuser betroffen.

Bei einem Cyberangriff auf einen externen Dienstleister zahlreicher Kliniken in Deutschland sind Daten Zehntausender Patientinnen und Patienten gestohlen worden. Allein die Uniklinik Köln gab an, dass 30.000 Menschen betroffen seien. Zu der Attacke kam es den Angaben nach bereits Mitte April. Da diese ausschließlich den Dienstleister und nicht die Klinik selbst betroffen habe, seien zu keinem Zeitpunkt die klinischen Systeme oder die Patientenversorgung betroffen gewesen.

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In Baden-Württemberg erbeuteten die Diebe Daten von mehr als 72.000 Patienten der Universitätskliniken Freiburg, Ulm, Heidelberg und Tübingen. Das Ausmaß ist nach Angaben der Krankenhäuser unterschiedlich.

Kliniken: Patientenversorgung nicht beeinträchtigt

Laut dem Uniklinikum in Freiburg betrifft der Vorfall einen Teil der Patientinnen und Patienten mit privater (Zusatz-)Versicherung sowie Selbstzahler. Demnach wurden von rund 54.000 Menschen Stammdaten wie Name, Geburtsdatum und Adresse gestohlen. In rund 900 Fällen seien zudem Rechnungsdaten entwendet worden. Daraus können Informationen zu Diagnosen und Behandlungsarten hervorgehen.

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In Köln griffen Kriminelle allgemeine Daten wie den Namen, die Adresse oder den behandelnden Arzt von gut 27.000 Menschen ab. Die Uniklinik werde alle Betroffenen in diesen Tagen persönlich über den Vorfall informieren, hieß es. Wer kein Schreiben bekomme, sei nicht betroffen. Das Universitätsklinikum des Saarlands (UKS) meldete gut 1.200 Fälle.

Der externe Dienstleister rechnet nach Auskunft der Kliniken für zahlreiche Kliniken in Deutschland Leistungen bei Patientinnen und Patienten mit privater oder wahlärztlicher Leistung ab. Die Patientenversorgung oder die klinischen Systeme seien zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen.

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