Demo gegen Schwangerschaftsabbrüche

Gruppe dringt in Charité ein – Polizei ermittelt

19.09.2026 – 16:21 UhrLesedauer: 1 Min.

Weiße Kreuze sollen an abgetriebene Kinder erinnern während des „Marsch für das Leben“: Auch Gegendemonstranten versammelten sich. (Quelle: Annette Riedl/dpa/dpa-bilder)

Beim „Marsch für das Leben“ verschaffen sich Menschen Zutritt zur Charité – mutmaßlich zur Blockade des Zugs. Die Polizei ermittelt.

Beim Berliner „Marsch für das Leben“ kam es zu einem Zwischenfall an der Charité: Nach Polizeiangaben verschafften sich 30 bis 40 Menschen Zutritt zu dem Krankenhaus – mutmaßlich um den Demonstrationszug zu blockieren, der an der Klinik vorbeiführte. Die Polizei schritt ein, stellte die Personalien der Verdächtigen fest und leitete Ermittlungen wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs ein.

Zu der Demonstration hatte der Bundesverband Lebensrecht (BVL) aufgerufen, ein Zusammenschluss meist christlich und fundamentalistisch christlich geprägter Organisationen. Die Teilnehmer forderten ein Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen; auf Transparenten war unter anderem zu lesen: „Kein Tod auf Rezept“. Am Startpunkt des Zugs stellten Teilnehmer weiße Kreuze auf.

Teilnehmerzahlen geringer als erwartet

Nach Angaben einer Polizeisprecherin zählte die Polizei zu Beginn des Protestzugs rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die von den Veranstaltern angekündigten Zahlen wurden auf beiden Seiten nicht erreicht: Für den Marsch waren bis zu 5.000 Teilnehmer genannt worden, für die Gegenseite rund 800. Auch Gegendemonstranten waren vor Ort.

Wegen mehrerer Demonstrationen in der Hauptstadt war die Polizei nach eigenen Angaben mit rund 1.150 Beamten im Einsatz. Die Ermittlungen wegen des Zwischenfalls an der Charité dauern an.

Share.
Die mobile Version verlassen