Görlitzer Park

Berliner Grillwiese wegen giftiger Raupen gesperrt

05.06.2026 – 11:13 UhrLesedauer: 2 Min.

Die Neste des Eichenprozessionsspinners sehen aus wie große, dichte Spinnennetze (Archivbild): Sie können Hautreizungen auslösen. (Quelle: Bodo Marks/dpa/dpa-bilder)

Im Görlitzer Park breiten sich Raupen aus, deren Härchen die Gesundheit gefährden können. Ein beliebter Bereich ist deshalb ab sofort geschlossen.

Das Bezirksamt Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg hat die Grillwiese im Görlitzer Park gesperrt. Grund ist ein starker Befall mit dem Eichenprozessionsspinner, dessen Raupen Gesundheitsrisiken für Menschen und Tiere mit sich bringen. Das geht aus einer Mitteilung des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg hervor.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling. Seine Raupen bilden ab dem dritten Entwicklungsstadium feine Brennhaare aus, die ein Gift enthalten. Berühren Menschen oder Tiere diese Haare oder atmen sie ein, kann das Hautreizungen, Augenentzündungen, Atemwegsbeschwerden, Atemnot und allergische Reaktionen auslösen. Die Haare verbreiten sich durch den Wind und bleiben auch in verlassenen Nestern über längere Zeit gefährlich.

Sperrung, bis keine Gefahr mehr besteht

Das Bezirksamt bittet Besucher, die Absperrungen zu respektieren und den gesperrten Bereich zu meiden. Raupen und Nester sollten nicht berührt werden; auch der Aufenthalt in der Nähe befallener Bäume wird ausdrücklich nicht empfohlen. Wer nach einem möglichen Kontakt gesundheitliche Beschwerden bemerkt, solle ärztliche Hilfe aufsuchen und auf den Kontakt hinweisen.

Mit der Beseitigung des Befalls wurden Fachfirmen beauftragt. Die Sperrung bleibt so lange bestehen, bis die Arbeiten abgeschlossen sind und keine Gefahr mehr besteht. Über die Aufhebung informiert das Bezirksamt gesondert.

Wer Nester oder Raupen im Park entdeckt, kann diese per E-Mail an tiefgruen@ba-fk.berlin.de melden. Dabei sollten die ungefähre Höhe des Nestes, die Baumnummer sowie ein Foto des Befalls angegeben werden. Das Bezirksamt weist darauf hin, dass wegen des aktuell hohen Aufkommens an Nestern und Meldungen nicht alle Funde sofort bearbeitet werden könnten und Einsätze priorisiert werden.

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