Preise fallen

Gold und Silber leiden unter Inflationssorgen

06.06.2026 – 06:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Goldbarren (Symbolbild): Bereits seit Wochen sind Gold und Silber wegen hoher Inflationsrisiken im Zuge des Iran-Krieges bei Anlegern kaum gefragt. (Quelle: Tverdohlib)

Der Goldpreis ist auf den tiefsten Stand seit Ende März gefallen. Auch Silber und Bitcoin gerieten massiv unter Druck.

Nach robusten US-Arbeitsmarktdaten hat die Aussicht auf steigende US-Leitzinsen bereits in diesem Jahr die Kurse wichtiger Edelmetalle belastet. So fiel die Notierung für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) Gold am Freitagnachmittag in London auf rund 4.347 US-Dollar. Das ist das tiefste Niveau seit Ende März. Der Preis für eine Feinunze Silber sank um fast sieben Prozent auf rund 69 Dollar.

Gold und Silber litten unter robusten US-Arbeitsmarktdaten, die zu einem Anstieg des US-Dollars und der Renditen am Anleihenmarkt führten. Der Jobmarkt in den USA hatte im Mai positiv überrascht, denn die Beschäftigtenzahl war deutlich stärker gestiegen als erwartet. Dies schürte Erwartungen auf Leitzinsanhebungen der US-Notenbank im späteren Jahresverlauf und machte die beiden Edelmetalle unattraktiver, da sie selber keine Zinsen abwerfen.

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Der starke Dollar drückte zusätzlich auf die Nachfrage, da Gold und Silber in der US-Währung notieren. Für Investoren außerhalb des Dollar-Raums werden die Edelmetalle dadurch also teurer.

Gold gilt kaum mehr als „Notanker“

Bereits seit Wochen sind Gold und Silber wegen hoher Inflationsrisiken im Zuge des Iran-Krieges bei Anlegern kaum gefragt. Insbesondere Gold kann im derzeitigen Umfeld kaum von seiner traditionellen Funktion als „Notanker“ in wirtschaftlich schwierigen Zeiten profitieren. Wegen der anhaltenden faktischen Blockade der für die Schifffahrt wichtigen Straße von Hormus besteht die Sorge, dass der Ölpreis für längere Zeit auf hohem Niveau notieren und so die Teuerung anheizen könnte.

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