Gerhard Augstein ist tot: Ehemaliger Radiomoderator ertrunken

Er ertrank auf Kreta

Deutscher Radiomoderator Gerhard Augstein ist tot


02.01.2026 – 09:32 UhrLesedauer: 2 Min.

Gerhard Augstein: Der Radiomoderator lebte auf Kreta. (Quelle: Facebook / Gerhard Augstein ARTE Sailing)

Gerhard Augstein lebte seinen Traum unter der südlichen Sonne auf Kreta. Nun erschüttert die Nachricht von seinem Tod im Mittelmeer seine frühere Heimatregion.

Vielen Menschen in Südwestdeutschland war Gerhard Augstein bekannt – über Jahrzehnte hinweg prägte er als Moderator, Reporter und Redakteur das Programm von SWR4. Besonders mit der Sendung „Kurpfalz Radio lässt grüßen“ wurde er zur vertrauten Stimme. Jetzt ist der Journalist tot. Er ertrank bei einem Bootsausflug in Griechenland. Nach Angaben seiner Familie wurde er auf der Insel Kreta tot aus einem Hafenbecken geborgen.

Im Jahr 2018 verabschiedete sich Augstein aus dem aktiven Berufsleben. Danach verlegte er seinen Lebensmittelpunkt nach Kreta, wo er gemeinsam mit seiner Ehefrau lebte. Sein Zwölf-Meter-Segelboot namens „Arte“ wurde zum neuen Lebensmittelpunkt – über das Boot und sein Leben an Bord berichtete er regelmäßig auf einer eigenen Website und auf Facebook. Der Hafen von Agios Nikolaos wurde zum dauerhaften Liegeplatz und zur neuen Heimat.

Noch am 25. Dezember meldete sich Augstein auf seinem Profil in dem sozialen Netzwerk und erklärte seinen Followern weihnachtliche Bräuche auf Kreta. Es war der letzte Eintrag des Radiostars. Wenige Tage später wurde sein Tod bekannt.

Nach Angaben mehrerer Medien, darunter der „Mannheimer Morgen“ und der SWR, kam der langjährige Rundfunkmoderator am 26. Dezember ums Leben. Der Unfall ereignete sich bei starkem Wellengang und widrigen Wetterverhältnissen vor Kreta. Als seine Frau – die sich zu diesem Zeitpunkt auf Heimatbesuch in Deutschland befand – ihn nicht mehr erreichen konnte, informierte sie die örtliche Küstenwache. Diese entdeckte die Leiche im Hafenbecken von Agios Nikolaos am Morgen des 28. Dezember.

Die Nachricht vom Tod des ehemaligen SWR-Journalisten löste in seiner früheren Heimat große Bestürzung aus. Besonders Kolleginnen und Kollegen zeigten sich betroffen. In einem Nachruf des SWR heißt es: „Kolleginnen und Kollegen des SWR Studios Mannheim-Ludwigshafen trauern um einen hervorragenden Journalisten und sozial engagierten Menschen, der mehr als drei Jahrzehnte die regionale Berichterstattung des SWR in der Metropolregion Rhein-Neckar entscheidend mitgeprägt hat.“

Manfred Augstein, der Bruder des Verstorbenen, äußerte sich auf Facebook: „Ich werde ihn vermissen – jedoch wird er auch immer ein wichtiger Teil von mir bleiben. Mein lieber Freund und Bruder, gehe Deinen Weg und lass es Dir gut gehen, wo auch immer Du jetzt bist.“

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