Zug-Chaos von Norddeutschland bis Bayern
Kriminelle legen Bahnverkehr lahm
26.09.2026 – 13:47 UhrLesedauer: 1 Min.
In Nordrhein-Westfalen ist der Bahnverkehr massiv gestört. Auch wichtige Verbindungen des Fernverkehrs sind betroffen. Die Polizei sucht die Übeltäter.
Kriminelle haben ein erhebliches Bahn-Chaos in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus ausgelöst. Zwischenzeitlich war der gesamte Großraum Gelsenkirchen am Samstag nicht befahrbar.
Laut dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr ist weiter mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Es komme zu Ausfällen und teils hohen Verspätungen.
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Bahn-Chaos: Polizei geht von Kabeldiebstahl aus
Die Polizei ermittelt. Den Beamten zufolge konnte der Hauptbahnhof Gelsenkirchen seit dem frühen Morgen um 4.55 Uhr nicht mehr durch Züge angefahren werden, weil Kriminelle entlang von Gleisen Kabel durchtrennt und teilweise entwendet hatten. Dadurch seien Signalanlagen und Steuerungskabel beschädigt worden. Ermittler von Bundes- und Landespolizei sicherten am Tatort Spuren.
„Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Nach bisherigen Erkenntnissen gebe es keine konkreten Hinweise auf Sabotage. Vielmehr gehe man aktuell von einem Diebstahlsdelikt im Stadtteil Gelsenkirchen-Ückendorf aus.
Fernverkehr von Norddeutschland bis in die Schweiz betroffen
Die Unbekannten hätten die Kabel an den Gleisen an mehreren Stellen durchtrennt und herausgerissen. Dabei seien die Täter sehr grob vorgegangen.
Betroffen von der Störung waren der Deutschen Bahn zufolge auch Fernverkehrsverbindungen von Dortmund nach München, von Hamburg nach Basel oder von Norddeutschland nach Köln. Insgesamt waren bis zum Mittag 300 Züge im Nah- und Fernverkehr betroffen.
