• Vermögensaufbau mit Indexfonds: Der einfachste Sparplan der Welt
  • Die 90-Aktien-Regel: Ab wann ein Depot wirklich breit gestreut ist

In welche ETFs das Geld fließt, bleibt jedem selbst überlassen. Für den Start eines Pantoffel-Portfolios sind Indexfonds, die beispielsweise den Dax oder den amerikanischen S&P 500 nachbilden, am besten geeignet. Auch ein MSCI World ETF kann eine gute Basis für den Vermögensaufbau sein.

Klassische Aufteilungsvarianten

Je nach persönlicher Risikobereitschaft können Anlegerinnen und Anleger eine von drei festen Verteilungen wählen:

Portfolio-Variante Aktien-ETF (Rendite) Tages-/Festgeld (Sicherheit) Risikoprofil
Defensiv 25 % 75 % Sicherheitsorientiert
Ausgewogen 50 % 50 % Chance-Risiko-Balance
Offensiv 75 % 25 % Ertragsorientiert

Trotz der festen Aufteilung raten Finanzexperten zum regelmäßigen Rebalancing. Das bedeutet: Prüfen Sie einmal im Jahr, ob sich die Gewichtung Ihrer Geldanlagen verschoben hat, und stellen Sie das ursprüngliche Verhältnis durch gezielte Käufe oder Verkäufe wieder her.

Musterportfolios nutzen: Worauf Sie achten sollten

Im Internet gibt es zur Orientierung zahlreiche Websites, die die Zusammensetzung verschiedener Musterportfolios beschreiben. Diese bestehen zumeist aus einer Mischung aus Tagesgeld oder Renten-ETFs – sprich: entweder Indizes aus Staatsanleihen mit hoher Bonität oder einen gemischten Index aus Staats- und Unternehmensanleihen.

Außerdem finden sich im Netz Vorlagen, die auf Anlagekonzepten von Versicherungen, Fonds oder Vermögensverwaltungen basieren. „Im besten Fall kann man eins zu eins nachbauen“, sagt Finanzberater Adrian Englschalk von der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Gleichzeitig mahnt er zur Vorsicht: „Der Begriff Pantoffel-Portfolio ist nicht geschützt.“ Banken und Fondsgesellschaft bieten in ihren Musterdepots immer Produkte an, die sie verkaufen wollen.

Risikocheck: Ziele abwägen

Englschalk rät, sich vor dem Einstieg Gedanken über das Ziel des Investments zu machen. Wie in einem Steckbrief sollten Anlagebetrag, das angestrebte Sparziel, geplante Laufzeit und Verwendungszweck des angesparten Vermögens am besten schriftlich aufgelistet werden.

Trotz defensiver Ausrichtung von Pantoffel-Portfolios besteht das Risiko von zwischenzeitlichen Buchverlusten, die bei vorzeitigen Verkäufen zu realen Verlusten werden können. Denn: Während Tages- oder Festgelder der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Geldinstitut unterliegen, sind ETFs den Schwankungen der Märkte ausgesetzt. Aus diesem Grund empfehlen Experten, ein Pantoffel-Portfolio mindestens zehn Jahre zu halten, um mögliche Kursverluste an den Börsen ausgleichen zu können.

Loading…

Loading…

Loading…

Share.
Die mobile Version verlassen