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Neue Bezahlmethode: Ist ein Smartphone wirklich Pflicht?


26.09.2026 – 10:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Smartphone mit Wero: Eine reine Desktopversion von Wero ist derzeit nicht geplant. (Quelle: IMAGO/Thomas Fuller)

Jede Woche beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es um den europäischen Zahlungsdienst Wero.

Geld versenden oder auch Online-Einkäufe bezahlen: Viele Menschen nutzen hierfür Zahlungsdienste wie PayPal, Google Pay und Apple Pay. Doch mittlerweile gibt es auch eine europäische Alternative: Wero. 60 Millionen Nutzer hat Wero mittlerweile in Europa, zehn Millionen davon in Deutschland. Die Zahl wächst – auch weil die Zahl der sich beteiligenden Banken hierzulande steigt.

Auch ein t-online-Leser interessiert sich für die europäische Bezahllösung. Vor allem beim Onlineshopping möchte er Wero ausprobieren. Allerdings ist er nicht im Besitz eines Smartphones. Er fragt: „Kann ich auch mit Wero im Internet einkaufen, wenn ich nur einen Computer besitze?“

Der Handel entdeckt Wero – wenn auch langsam

Während unmittelbar nach dem Start des digitalen Bezahldienstes lediglich Überweisungen möglich waren, können Nutzer seit Herbst 2025 auch Zahlungen bei teilnehmenden Onlineshops vornehmen. Zumindest dann, wenn die teilnehmende Bank die E-Commerce-Funktion für ihre Kunden bereitgestellt hat. Dies ist zwar bei großen sich beteiligenden Banken wie den Sparkassen und Volksbanken der Fall, nicht aber bei jeder Bank, die Wero anbietet.

Gleichzeitig müssen jedoch auch die einzelnen Händler Wero als mögliches Zahlungsmittel integrieren. Eine Integration ist für die Händler jedoch mit einigem Aufwand verbunden. So müssen etwa Kassensysteme und Buchhaltungsprozesse angepasst werden, um auch Stornierungen und Retouren verarbeiten zu können. Die hierdurch entstehenden Kosten müssen sich für die Händler natürlich rentieren. Sprich: Ein relevanter Teil der Kundschaft muss die integrierte Zahlungsart auch nutzen.

Während Unternehmen wie der Drogeriemarkt dm, die Supermarktkette Lidl oder der Sportartikelhersteller Decathlon Wero bereits eingebunden haben, überlegen andere Händler noch. Dazu gehören etwa Zalando, Ikea, Otto, Mediamarkt oder Rossmann. Die Supermarktkette Rewe hat eine Wero-Integration derweil ausgeschlossen. Einen Überblick, welche Händler Wero bereits akzeptieren, bietet die Seite „Werotracker“.

Smartphone bleibt Voraussetzung

Doch selbst wenn Wero beim jeweiligen Händler eine Bezahloption ist, ist man ohne mobiles Endgerät aufgeschmissen. „Die Nutzung von Wero ist ohne ein Smartphone aktuell nicht möglich“, teilt ein Sprecher auf Nachfrage von t-online mit. Der Dienst setze voraus, dass entweder die mobile Banking-App der jeweiligen Bank oder die eigenständige Wero-App auf dem Smartphone installiert ist. Entsprechend ist auch fürs Onlineshopping ein Smartphone grundlegende Nutzungsvoraussetzung.

Derzeit bestehen laut dem Unternehmenssprecher auch keine Pläne, eine Desktop-App oder Browser-Version für Wero zu entwickeln. Die European Payment Initiative – ein Zusammenschluss europäischer Zahlungsdienstleister und Banken und Betreiber von Wero – schließe eine Entwicklung solcher Apps für die Zukunft jedoch nicht grundlegend aus. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass diese von einer größeren Zahl Kunden nachgefragt wird.

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