Wer wie viel verdient
Gehälter in Hamburg steigen – doch die Kluft wächst
28.04.2026 – 15:49 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Gehälter in Hamburg steigen, doch davon profitiert längst nicht jeder Arbeitnehmer gleich. Die Unterschiede werden größer.
In Hamburg ist das durchschnittliche Gehalt im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Im April 2025 lag der Mittelwert für eine in Vollzeit beschäftigte Person bei 5.375 Euro, wie neue Daten des Statistikamts Nord zeigen. Ein Jahr zuvor waren es noch 5.100 Euro. Der Anstieg entspricht einem Plus von rund 5,4 Prozent.
Doch nicht alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren gleich vom Anstieg. Vor allem legten diejenigen, die bereits gut verdienten und einen hohen Bildungsabschluss erworben haben, deutlich zu. Die Abstände sind ebenfalls deutlich größer geworden.
An der Spitze stehen Beschäftigte mit Promotion oder Habilitation: Sie verdienten im April 2025 durchschnittlich 9.366 Euro pro Monat, 5,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dahinter lagen Beschäftigte mit Diplom-, Magister-, Masterabschluss oder Staatsexamen mit 7.324 Euro – ein Plus von etwa 6,6 Prozent.
Beschäftigte mit Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss verdienten im Schnitt 5.814 Euro und legten um rund 4,1 Prozent zu. Auch Bachelorabsolventen lagen über dem Durchschnitt: Ihre Gehälter kletterten um 5,8 Prozent auf 5.399 Euro.
Deutlich darunter lagen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die eine Berufsausbildung abgeschlossen haben. Sie verdienten 4.592 Euro, was einem Plus von rund 4,3 Prozent entspricht. Am unteren Ende stehen Beschäftigte ohne Berufsabschluss mit durchschnittlich 3.615 Euro monatlich – ihr Einkommen ist nur um rund 3,8 Prozent gestiegen.
Damit öffnet sich die Schere zwischen den verschiedenen Bildungsgraden weiter: Wer promoviert hat, bekam 2025 im Schnitt 500 Euro mehr Gehalt als 2024 – bei Beschäftigten ohne Berufsausbildung fiel das Plus im Geldbeutel mit 131 Euro spürbar niedriger aus.
Die Zahlen stammen aus der Verdiensterhebung 2025 und beziehen sich auf den April. Ausschließlich Vollzeitbeschäftigte wurden erfasst. Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld sind nicht eingeflossen.
