Risse und Löcher drohen

Frankreich ruft Pariser zurück


30.10.2026 – 14:53 UhrLesedauer: 1 Min.

Frankreich lässt fehlerhafte Kondome zurückrufen (Symbolbild). (Quelle: Ann-Marie Utz/dpa/dpa-bilder)

Bestimmte Kondomsorten eines malaysischen Herstellers weisen Fertigungsfehler auf. Frankreich hat nun einen europaweiten Rückruf von rund sieben Millionen Stück angeordnet.

Frankreichs Verbraucherschutzbehörden haben einen europaweiten Rückruf von rund sieben Millionen Kondomen angeordnet. Betroffen sind ultradünne Modelle eines malaysischen Herstellers, die Fertigungsmängel aufweisen und dadurch reißen oder undicht werden können. Das geht aus einer Mitteilung der französischen Behörden hervor.

Konkret betroffen sind Produkte der Marken My Lubie, Einhorn, Adloran, R&S Consumer Goods, Amor, Primeros und You Me. Für 15 Kondomsorten dieses Herstellers gilt ein Verkaufsstopp.

Bereits im Sommer hatte es erste Rückrufaktionen gegeben, die in Frankreich rund 300.000 Kondome betrafen. Anschließende Ermittlungen führten zu dem malaysischen Hersteller. Dabei stellte sich heraus, dass die Dicke und Qualität der Latexschicht bei den ultradünnen Produkten schwanken. Seit den ersten Rückrufen haben acht Nutzer Kondomrisse gemeldet, die mit den als nicht konform und gefährlich eingestuften Chargen in Verbindung stehen.

Die Behörden warnten, dass die fehlerhaft hergestellten Kondome sich noch im Handel oder im Besitz von Verbrauchern befinden könnten.

Behörden empfehlen Schwangerschaftstests

Das Import- und Verkaufsverbot für die betroffenen Sorten gilt zunächst für ein Jahr und kann bei Bedarf verlängert werden. Zusätzlich wurde ein Rückruf der bereits in Frankreich verkauften Kondome angeordnet.

Die französischen Behörden empfehlen allen, die die beanstandeten Verhütungsmittel zuletzt verwendet haben, sich auf Geschlechtskrankheiten und gegebenenfalls eine Schwangerschaft testen zu lassen. Im Jahr 2024 wurden in Frankreich gut 115 Millionen Kondome verkauft.

Eine gesonderte Warnung deutscher Behörden vor den betroffenen Produkten sowie Angaben darüber, in welchem Umfang diese in Deutschland verkauft wurden, lagen zunächst nicht vor.

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