Ausflug ab Berlin
Dieser märchenhafte See ist bequem mit der S-Bahn zu erreichen
Aktualisiert am 18.06.2026 – 19:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Flakensee in der Hauptstadtregion ist wunderschön gelegen. Deshalb lohnt nicht nur ein Ausflug zur Badestelle.
Im Berliner Umland zwischen Erkner und Woltersdorf können Ausflügler einen See samt märchenhaftem Wald erkunden. Nur rund 45 Minuten vom Alexanderplatz entfernt liegt der Flakensee, umgeben von Kiefernwäldern. Mitten durch den See verläuft übrigens die Grenze zwischen Berlin und Brandenburg.
Er gehört zu den Rüdersdorfer Gewässern und lässt sich mit der S-Bahnlinie 3 Richtung Erkner einfach erreichen.
Der Flakensee ist im Frühling und Sommer Ziel von Badegästen und Wassersportlern. So teilen sich Schwimmer, Segler, Kanu-und Motorbootfahrer den See. Besonders beliebt ist die naturbelassene Badestelle am Nordufer: Sand, Kiefern, flach abfallendes Wasser sind dort zu finden.
Wanderweg statt Wasserspaß? Wunderschöne Route
Wer mehr von der Umgebung sehen möchte, kann eine etwa dreistündige Wanderung unternehmen. Vom Bahnhof Erkner aus führt eine Route, die auch an warmen Tagen gegangen werden kann, rund um den See direkt hinein in eine Landschaft, die sich schnell verändert: erst kommt die Stadt, dann der schattige Wald. Zwischendrin gibt es einiges zu bestaunen, etwa eine historische Straßenbahn, einen Poesie-Pfad und sogar die Wasserstelle „Quelle der Liebe“.
Kurz nach dem Bahnhof kommt schon der Dämeritzsee. Der fast kreisrunde See liegt eingebettet in üppigem Grün. Am nördlichen Ufer gibt es auch eine naturbelassene Badestelle mit großer Liegewiese.
Weiter auf der Route führt der Theodor-Fontane-Weg aus dem Ort hinaus in dichten Mischwald Richtung Woltersdorf. Schon hier beginnt der sogenannte Waldpoesie-Pfad: Zehn Stationen verbinden Natur mit Literatur. Bäume werden hier nicht nur botanisch erklärt, sondern auch als Inspirationsquelle für Autoren vorgestellt.
Liebes-Leitungswasser und Aussicht
Nach wenigen Kilometern folgt die größte Badestelle des Flakensees. Der feine Sand, das flache Ufer und das klare Wasser lassen den Ort beinahe mediterran wirken. Wer weitergeht, kommt nach Woltersdorf. Hier gibt es eine Schleuse, die seit dem 19. Jahrhundert in Betrieb ist. Mehrmals pro Stunde hebt sich die Zugbrücke, um Boote und Schiffe passieren zu lassen. Gleich neben der Schleuse liegt die sogenannte Liebesquelle. Die Originalstelle versiegte zwar bereits vor über 20 Jahren, jedoch hat die Quelle seitdem nicht an Bedeutung verloren. Heute fließt Leitungswasser aus dem Hahn.
