Favoritenschreck schlägt wieder zu

Ex-Weltmeister verzweifelt an Saudi-Torwart

Aktualisiert am 16.06.2026 – 02:17 UhrLesedauer: 2 Min.

Lang gemacht: Saudi-Arabiens Torwart Mohammed Al-Owais pariert einen Schuss im Spiel gegen Uruguay. (Quelle: IMAGO/DeFodi.de/imago)

Vor vier Jahren gewann Saudi-Arabien gegen Lionel Messi und Co., diesmal lässt Uruguay gegen den Außenseiter Punkte. Was vor allem am Schlussmann der Saudis liegt.

Erst harmlos, dann wütend: Dank Maxi Araujo hat Uruguay einen krassen Fehlstart in die WM verhindert. Die „Celeste“ holte sich nach einem Endspurt in der zweiten Halbzeit beim 1:1 (0:1) gegen Saudi-Arabien immerhin noch einen Punkt, die „Grünen Falken“ hatten nach einem Treffer von Abdulelah Al-Amri (41.) schon von der Sensation geträumt. Doch dann drehten die lange enttäuschenden Uruguayer auf, Araujo (80.) verhinderte die Pleite. Daran, dass die Südamerikaner die Partie nicht noch komplett drehten, hatte vor allem der saudische Torwart Mohammed Al-Owais einen großen Anteil.

In Katar hatte Saudi-Arabien Argentiniens spätere Weltmeister um Lionel Messi zum Start in die WM noch sensationell mit 2:1 geschlagen, diesmal blieb die ganz große Überraschung aus. Durch das Remis stehen Uruguay und Saudi-Arabien nun erst einmal gemeinsam an der Spitze in Gruppe H. Uruguay trifft im nächsten Spiel auf Kap Verde (22. Juni), Saudi-Arabien bekommt es mit Europameister Spanien zu tun (21. Juni).

Uruguay präsentiert sich bei dieser WM im neuen Look, die Altmeister Luis Suarez und Edinson Cavani (beide 39) haben ausgedient. Stattdessen sollen Kapitän Federico Valverde (Real Madrid), Manuel Ugarte (Manchester United) und Rodrigo Bentancur (Tottenham Hotspur) die Mannschaft führen – und das blamable Vorrunden-Aus von 2022 vergessen lassen.

So lief das Spiel

Uruguays Fans hatten deshalb sicher auch auf Power-Fußball gehofft, doch in der Sauna von Miami kam das Team zunächst nur viel zu selten aus dem Leerlauf-Modus heraus. Aggressives Pressing? Schnelles Umschalten? Torchancen? Bis auf einen Kopfball von Federico Vinas (30.) versprühte Uruguay lange kaum Gefahr. Ohne die großen mitreißenden Momente auf dem Platz unterhielten sich die Zuschauer auf den Rängen derweil mit „La Ola“ ein bisschen selbst.

Und weil der Favorit wenig anbot, wurden die „Grünen Falken“ aus Saudi-Arabien immer mutiger, suchten selber ihre Chancen in der Offensive. Nach einer Ecke nutzte Al-Amri dann das Kuddelmuddel in der Defensive Uruguays eiskalt aus, Torwart Fernando Muslera hatte bei dem Abstauber aus kurzer Distanz keine Chance.

Für die zweite Halbzeit stellte Uruguay-Trainer Marcelo Bielsa, der ehrfurchtsvoll „El Loco“ („der Verrückte“) gerufen wird, dann um, brachte frische Spieler und das Spiel veränderte sich. Uruguay präsentierte sich plötzlich entschlossener, zielstrebiger, erzwang Chancen. Ugarte (60.) traf den Pfosten, der Druck nahm immer mehr zu – und Maxi Araujo nutzte einen Abstauber, nachdem Al-Owais einen Kopfball abgewehrt hatte, zum verdienten Ausgleich.

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