Nach Sturz-Drama

Teamkollegin übt Kritik an Gesa Krause – „Die sitzt das aus“


Aktualisiert am 14.08.2026 – 00:16 UhrLesedauer: 3 Min.

Gesa Krause (M.) und Lea Meyer (r.) im Finale über 3.000-Meter-Hindernis bei der EM in Birmingham. (Quelle: Sven Hoppe/dpa)

„Gesa will einfach keinen Meter was machen“: Nach ihrem Sturz-Drama über 3.000 Meter Hindernis hadert Lea Meyer mit der Taktik der Konkurrentinnen.

Lea Meyer hat sich nach ihrem Sturz-Drama und dem unglücklichen vierten Platz bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham über 3.000 Meter Hindernis trotzig gezeigt und auch Europameisterin Gesa Krause kritisiert. „Ich finde, ich hätte die Medaille verdient“, sagte Meyer, die lange das Tempo diktierte.

Krause, die im Schlussspurt an Meyer vorbeizog, hielt sich fast den ganzen Lauf über im Windschatten auf. „Also das ist einem ja bewusst: Gesa will einfach keinen Meter was machen. Die sitzt es aus und rennt da hinten raus“, sagte Meyer unmittelbar nach dem Rennen im Interview mit dem ZDF. Später wiederholte Meyer ihre Aussage auch erneut im Gespräch mit der ARD.

Damit bezog sie sich auf die Lauftaktik ihrer deutschen Konkurrentin, die das Rennen von hinten heraus lief und auf ihre Chance lauerte. Krause ist bekannt für eine eher abwartende Lauftaktik, da sie sich in der Regel auf ihren starken Schlussspurt verlassen kann.

Gesa Krause übernimmt die Führung, Lea Meyer stürzt. (Quelle: Annabel Lee-Ellis/PA Wire/dpa)

Meyer stürzte hingegen am letzten Wassergraben unglücklich. Sie musste mitansehen, wie ihre deutsche Konkurrentin Krause die Führung übernahm, sie selbst fiel dann noch hinter Olivia Gürth zurück, die Bronze gewann. Für Meyer blieb am Ende nur der undankbare vierte Rang. Und damit kein Edelmetall.

Zu ihrem Sturz sagte Meyer, sie sei „sauer, sehr, sehr auf mich selber. Das habe ich mir selber eingebrockt.“ Dennoch bewies Meyer eine starke Mentalität, als sie nach ihrem Sturz sofort wieder aufstand und weiterlief. „Es ist halt einfach in dem Moment ein bisschen dämlich gewesen“, sagte Meyer nach dem Rennen im Interview mit der „Sportschau“.

„Ich habe die Arbeit vorn gemacht, aber auch schlecht gemacht, muss ich auch ganz ehrlich sagen.“ Sie habe von vorn laufend den Wind unterschätzt, dann sei sie sich unsicher gewesen, ob sie bei ihrer offensiven Strategie bleiben solle oder nicht. Schon bei der WM 2022 war die 28-Jährige in den Wassergraben gestürzt.

Meyer kündigt Großes an

„Heute haben die besten Wettkämpferinnen gewonnen“, sagte Meyer weiter. Sie selbst gehöre aber an die Spitze Europas, sagte die 28-Jährige und kündigte große Dinge bis Olympia 2028 in Los Angeles an. „Spätestens in LA stehe ich als deutsche Rekordhalterin da“, sagte Meyer im ZDF.

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