Fußball-WM
Spanien blamiert sich gegen Außenseiter Kap Verde
Aktualisiert am 15.06.2026 – 20:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Zum Auftakt in die Weltmeisterschaft hatte Spanien eine auf dem Papier leichte Aufgabe. Doch am Ende ließ der Topfavorit Federn.
Die spanische Fußball-Nationalmannschaft hat zum WM-Auftakt einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Gegen den krassen Außenseiter Kap Verde kam der Favorit nicht über ein 0:0 hinaus. Dabei erarbeitete sich der amtierende Europameister zwar einige Chancen, scheiterte jedoch immer wieder am glänzend aufgelegten Vozinha im Tor Kap Verdes.
Die Spanier waren ohne die vor Turnierbeginn angeschlagenen Superstars Lamine Yamal und Nico Williams in die Partie gegangen, wechselten die Ausnahmekönner erst im Verlauf der zweiten Hälfte nach Pfiffen der Fans ein. Doch auch sie konnten keinen Treffer mehr herausspielen. Spanien trifft in den verbleibenden beiden Gruppenduellen auf Saudi-Arabien und Uruguay.
Für Kap Verde, mit 500.000 Einwohnern drittkleinster WM-Teilnehmer, ist der Punktgewinn im Duell der Nummer drei gegen die Nummer 64 der Weltrangliste schon jetzt der größte Erfolg der Fußballgeschichte.
So lief das Spiel
Vor der Partie hatte de la Fuente davor gewarnt, den Underdog zu unterschätzen, parallel gab sich Kap Verdes Nationaltrainer angriffslustig. „Wir wollen ohne Angst spielen. Wir sind nicht hierhergekommen, um nur dabei zu sein, wir sind hierhergekommen, um uns zu messen“, sagte Pedro Leitao Brito. Und tatsächlich taten sich die Spanier schwer.
Zwar kontrollierten sie vom Start weg den Ball, in Abwesenheit der Starspieler Yamal und Williams, die de la Fuente nach ihren Verletzungen zunächst auf die Bank setzte, fehlte jedoch die Kreativität und das Tempo. Folglich hatte Kap Verde kaum Mühe, die spanischen Bemühungen wegzuverteidigen. Das Offensivtrio Ferran Torres, Mikel Oyarzabal und Gavi war in der ersten halben Stunde nahezu völlig abgemeldet.
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Es war ersichtlich, dass Spanien Yamals Genie vermisste, der nach seiner im April erlittenen Oberschenkelblessur noch nicht fit für 90 Minuten war. Seine Vertreter drehten erst kurz vor der Halbzeit etwas auf. Nach einem Zuspiel von Rodri legte Marc Cucurella per Kopf auf Torres (39.) ab, jener traf nur die Latte, den folgenden Kopfball von Oyarzabal lenkte Kap Verdes Torwart Vozinha drüber. Unmittelbar vor der Pause parierte der 40 Jahre alte Keeper erneut stark gegen Torres (45.) und Aymeric Laporte (45.+3).
Nach der Halbzeit bot sich ein ähnliches Bild wie im ersten Durchgang. Spanien besaß ein optisches Übergewicht, aber die Afrikaner schlugen sich weiter wacker, ohne selbst offensiv in Erscheinung zu treten. Vozinha war weiterhin stark und gegen Fabián Ruiz (56.) auf dem Posten. In der 71. Minute hatte de la Fuente genug gesehen und brachte Yamal für Gavi ins Spiel, wenig später auch Williams. Doch auch mit den Ballkünstlern klappte es nicht mit dem erlösenden Siegtreffer.
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