Ausflug in Nationalpark
Kind ritzt in Felsen – hohe Strafe für Familie
Aktualisiert am 21.08.2026 – 03:12 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein Ausflug zum berühmtesten Naturdenkmal der Böhmischen Schweiz endet für eine Familie mit einer Geldstrafe. Ein Besucher filmt die Szenen.
Eine Familie hat nach einem Besuch des Prebischtors in Tschechien eine Geldstrafe von rund 400 Euro zahlen müssen. Ihr Kind hatte mit einem spitzen Gegenstand in den Sandstein des Naturdenkmals geritzt. Ein anderer Besucher filmte den Vorfall und alarmierte die Behörden, wie die Nationalparkverwaltung mitteilte.
Das Kind benutzte dabei offenbar ein Lineal oder ein Geodreieck. In den sozialen Medien räumte ein Sprecher der Nationalparkverwaltung ein, es habe sich eher um einen Kinderfehler als um böse Absicht gehandelt. Dennoch appellierte er an alle Besucher, die Regeln einzuhalten. „Nur Wind, Wasser und die Zeit sollten die Geschichte der Sandsteinformationen in der Böhmischen Schweiz fortschreiben“, hieß es.
Das Prebischtor gilt als bekanntestes Wahrzeichen des Nationalparks, der unmittelbar an die Sächsische Schweiz angrenzt. Mit einer Spannweite von rund 26,5 Metern ist es das größte natürliche Sandstein-Felsentor in Europa. Obwohl es zum Nationalpark gehört, liegt es seit 1999 auf einem Privatgrundstück – die staatlichen Forstbetriebe hatten das Areal damals an einen Unternehmer verkauft. Erwachsene müssen fünf Euro Eintritt zahlen.
