Prozess in der Türkei

Deutsche Familie im Urlaub vergiftet: Lange Haftstrafe

Aktualisiert am 27.06.2026 – 03:14 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein türkischer Krankenwagen (Symbolbild): Die ganze Familie kam beim Türkeiurlaub ums Leben. (Quelle: Francisco Seco/AP/dpa/dpa-bilder)

Eine vierköpfige Familie macht in der Türkei Urlaub. Dann treten bei ihnen plötzlich tödliche Vergiftungssymptome auf. Jetzt hat ein Gericht in Istanbul geurteilt.

Im Prozess um den Tod einer vierköpfigen Familie aus Hamburg, die im Türkeiurlaub mit Insektiziden vergiftet wurde, ist der Betreiber des Hotels zu 13 Jahren und 4 Monaten Haft verurteilt worden. Zudem erhielten der Inhaber der Schädlingsbekämpfungsfirma, dessen Sohn und ein Mitarbeiter der Firma Haftstrafen zwischen 18 Jahren und 12 Jahren und 2 Monaten.

Die Eltern und die beiden Kleinkinder waren im vergangenen November zum Urlaub in die Türkei gereist. Während ihres Aufenthalts in Istanbul tauchten bei der Familie plötzlich Vergiftungssymptome auf – kurz nacheinander starben die Familienmitglieder. Zunächst gingen die Ermittler von einer Lebensmittelvergiftung aus. Ein medizinisches Gutachten bestätigte schließlich jedoch eine Vergiftung durch Insektizide.

Der Anwalt der Familie, Yasar Balci, hatte eine Bestrafung wegen vorsätzlicher Tötung gefordert. Die Anwälte der Angeklagten plädierten auf Freispruch. Das Urteil ist bisher nicht rechtskräftig, die Verurteilten können noch in Berufung gehen.

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