Streit vor Arbeitsgericht

Bericht: Ex-Trainer Kwasniok klagt gegen den 1. FC Köln

10.09.2026 – 19:44 UhrLesedauer: 2 Min.

Lukas Kwasniok (Archivbild): Nach der Freistellung eskaliert der Gehaltsstreit mit dem 1. FC Köln. (Quelle: IMAGO/Ralf Brueck)

Nach seiner Freistellung streitet Lukas Kwasniok mit dem 1. FC Köln ums Gehalt. Eine Einigung ist gescheitert. Nun steht ein Kammertermin fest.

Der frühere Trainer Lukas Kwasniok soll den 1. FC Köln nach seiner Freistellung vor dem Arbeitsgericht Köln verklagt haben. Hintergrund sei ein Streit um die weitere Bezahlung des 45-Jährigen. Wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet, stehe Kwasniok weiterhin beim FC unter Vertrag. Demnach erhalte er bis zum Ende der Saison 2025/26 sein volles Gehalt. Dieses soll laut Vertrag bei einer Million Euro Grundgehalt pro Jahr plus Boni gelegen haben.

Laut einer Vertragsklausel könnte sich die Vergütung allerdings auf 50 Prozent reduzieren. Kwasniok und seine Anwälte halten diese Regelung dem Bericht der Lokalzeitung zufolge aber für unwirksam. Sie fordern demnach die weitere Zahlung des vollständigen Gehalts.

Einigungsversuch in Köln gescheitert

Das Arbeitsgericht Köln bestätigte dem Stadt-Anzeiger einen ersten Gütetermin im August. Eine Einigung zwischen Kwasniok und dem FC sei dabei nicht zustande gekommen. Der ehemalige Trainer habe nicht persönlich an dem Termin teilgenommen. Das Gericht habe deshalb einen Kammertermin angesetzt. Dieser findet am Dienstag, 16. Februar 2027, um 10.45 Uhr statt. Angaben zur Höhe des Streitwerts machte das Gericht nicht. Kwasniok äußerte sich zunächst nicht.

Der Trainer war im Sommer 2025 vom SC Paderborn nach Köln gewechselt. Der FC soll für ihn rund eine Million Euro Ablöse plus mögliche Nachzahlungen gezahlt haben. Am 22. März stellte der Verein Kwasniok nach rund neun Monaten im Amt frei. Auch der frühere Co-Trainer Hannes Dold führt ein arbeitsrechtliches Verfahren gegen den Verein. Sein Gütetermin findet am kommenden Dienstag um 14.15 Uhr am Arbeitsgericht Köln statt.

FC-Geschäftsführer Philipp Türoff bestätigte der Lokalzeitung die anstehenden Gerichtstermine. Der Verein habe sich in beiden Personalangelegenheiten vertragsgemäß verhalten. Zu Einzelheiten der laufenden Verfahren wolle sich der FC nicht äußern.

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