Er war Teamkollege von Ralf Schumacher

Früherer Formel-1-Pilot mit 59 Jahren gestorben


Aktualisiert am 02.05.2026 – 11:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Alessandro Zanardi: Er verunglückte 2001 bei einem Rennen auf dem Lausitzring und war seither beinamputiert.

In der Formel 1 fuhr er auch als Teamkollege von Ralf Schumacher. Bei einem Unfall auf dem Lausitzring verlor er beide Beine. Jetzt ist Alessandro Zanardi verstorben.

Der ehemalige Formel-1-Pilot und spätere Behindertensportler Alessandro Zanardi ist im Alter von 59 Jahren gestorben. Dies teilte seine Familie mit. Der Italiener hatte bei einem Rennunfall auf dem Lausitzring in Brandenburg 2001 beide Beine verloren. Danach fing er im Behindertensport mit dem Radsport an und gewann mit dem Handbike vier Gold- sowie zwei Silbermedaillen bei den Paralympics.

Zur Todesursache machte die Familie keine Angaben. Zanardi sei am Freitagabend plötzlich verstorben. „Alex ist friedlich eingeschlafen, umgeben von der Zuneigung seiner Angehörigen“, hieß es in ihrer Mitteilung.

Zanardi war in der Formel 1 zwischen 1991 und 1999 bei mehr als 40 Rennen dabei. Er fuhr unter anderem für Lotus und Williams, wo er Teamkollege von Ralf Schumacher war. Nach dem Ende seiner Formel-1-Karriere verunglückte er nach einem Boxenstopp bei einem Rennen in der Champ-Car-Serie auf dem Lausitzring schwer. Ihm mussten beide Beine amputiert werden.

Es war ein Einschnitt in seinem Leben, Zanardi nannte ihn rückblickend „einen der leuchtendsten Augenblicke“. Er habe schließlich „etwas überstanden, das nicht nur entgegen jeder Wahrscheinlichkeit ist. Laut Wissenschaft hatte ich nicht den Hauch einer Chance“. Bei den Paralympischen Spielen in London 2012 und Rio de Janeiro 2016 war er dann im Radsport erfolgreich.

Die Leidensgeschichte des Italieners war aber noch nicht vorbei: 2020 verlor Zanardi bei einem Benefizrennen in der Toskana die Kontrolle über sein Handbike und stieß mit einem Lastwagen zusammen. Dabei erlitt er schwerste Kopf- und Gesichtsverletzungen. Er schwebte damals lange Zeit in Lebensgefahr.

Der Motorsport-Weltverband Fia zeigte sich tief betroffen vom Tod Zanardis und schrieb auf der Plattform X, sein Weg habe ihn „zu einem der am meisten bewunderten Sportler und zu einem bleibenden Symbol für Mut und Entschlossenheit“ gemacht.

Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni würdigte Zanardi als „außergewöhnlichen Menschen, der jede Prüfung des Lebens in eine Lektion in Mut, Stärke und Würde verwandeln konnte“. Und weiter: „Mit seinen sportlichen Erfolgen, seinem Vorbild und seiner Menschlichkeit hat er uns allen viel mehr als nur einen Sieg geschenkt: Er hat uns Hoffnung, Stolz und die Kraft gegeben, niemals aufzugeben.“

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