Nach Hasswelle
Wolfsburg-Star Reese deaktiviert Instagram-Profil
15.10.2026 – 09:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit seinem Wechsel nach Wolfsburg brachte er zahlreiche Fans gegen sich auf. Jetzt hat Fabian Reese Konsequenzen aus den Anfeindungen gezogen.
Der Hass war ihm offenbar genug: Fabian Reese hat sich dazu entschieden, seinen Account auf der Social-Media-Plattform Instagram zu deaktivieren. Das Profil des Angreifers von Zweitligist VfL Wolfsburg, dem mehr als 100.000 Leute gefolgt hatten, ist nicht mehr aufzufinden. Einen Grund für diesen Schritt gab Reese zuvor zwar nicht an, er dürfte aber mit den etlichen Anfeindungen zu tun haben, die der 28-Jährige seit Sommer über sich ergehen lassen muss.
Der gebürtige Kieler war im Juni trotz laufenden Vertrags von Hertha BSC zu Bundesliga-Absteiger Wolfsburg gewechselt. Reese, der sich in drei Jahren beim Hauptstadtklub zum Publikumsliebling entwickelt hatte, zog damit den großen Ärger der Berliner Fans auf sich. Der Grund: Der Kapitän hatte sich stets als volksnahe Identifikationsfigur inszeniert, traf sich mit Fans in der Stadt, brachte sogar eigenes Merch raus.
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Unterstrichen wurde das Bild des Berlin-liebenden Reese von zwei Vertragsverlängerungen – eine im Februar 2024 und eine im Mai 2025. Sportlich war er ohnehin über jeden Zweifel erhaben. In 91 Pflichtspielen für Hertha sammelte Reese 66 Scorerpunkte (35 Tore, 31 Vorlagen).
Pfiffe gegen Reese – nicht nur von Hertha-Fans
Nach seinem Wechsel nach Wolfsburg sah sich Reese nun aber zunehmend dem Hass der Fans ausgesetzt – nicht nur dem der Hertha-Anhänger, sondern auch von anderen Klubs in Deutschland. In den Stadien der Republik kommt es bei Partien des VfL Wolfsburg regelmäßig zu Pfiffen, wenn Reese am Ball ist.
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Ein Beispiel: Wolfsburgs Heimspiel gegen Energie Cottbus Anfang September. „Was soll das?“, fragte Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz nach der Partie hinsichtlich der Pfiffe der eigenen Fans gegen Reese. „Ich finde das unmöglich. Das gehört sich nicht. Warum müssen unsere Fans diesen Spieler auspfeifen? Was hat dieser Spieler als Mensch getan? Der hat Energie Cottbus nichts getan. Dann bin ich auf seiner Seite.“
Reese selbst hatte bereits eine Woche zuvor beim Gastspiel in Karlsruhe erklärt, was die Pfiffe in ihm auslösen. „Mir tut das sehr weh, mich verletzt es. Ich nehme das auch mit nach Hause.“ Auch in den sozialen Medien entlud sich seit seinem Wechsel regelmäßig der Hass gegen ihn. Jetzt hat Reese den Schlussstrich gezogen – vermutlich aus Selbstschutz.
