Ex-Bundesliga-Profi spricht über Anschlag
„Das könnte mein Leben gerettet haben“
16.10.2026 – 17:22 UhrLesedauer: 3 Min.
Mikel Merino vom FC Arsenal ist einer der weltweit erfolgreichsten Fußballer. Bevor der Mittelfeldspieler mit Spanien und den Londonern zum Titelhamster wurde, prägte ihn ein traumatisches Erlebnis früh in seiner Karriere.
Der 12. April 2017 war ein einschneidender Tag im Leben von Arsenal-Profi Mikel Merino und seinen damaligen Dortmunder Mannschaftskollegen. In einer Kolumne bei „The Players Tribune“ blickt der Weltmeister auf den Anschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus zurück. „Ich war 20 und habe für Borussia Dortmund gespielt, als neben dem Mannschaftsbus drei Bomben explodierten auf dem Weg zu einem Champions-League-Spiel. Viele junge Menschen würden nicht glauben, dass es passiert ist, oder wie schlimm das war, aber es hat uns alle tief getroffen.“
Den Hergang der lebensgefährlichen Situation hat Merino noch genau im Kopf: „Es gab einen ohrenbetäubenden Knall und dann erinnere ich mich, wie der Bus fast umkippte. Ich schaute hinter mich und sah Blut auf dem Boden. Rauch, Schreie.“
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Der Spieler des FC Arsenal spricht davon, großes Glück in der Situation gehabt zu haben: „Ich glaube, ich habe einen Schutzengel. Tatsächlich bin ich durch einen glücklichen Zufall am Leben.“ Am Tag nach dem Unfall wurde der Spanier über einen Splitter in der Kopfstütze des Sitzes neben dem schwer verletzten Marc Bartra informiert. „Normalerweise war das mein Sitzplatz. An jenem Tag war der Sitz leer. Meine Beine waren ein wenig verspannt und die vorderen Sitze ließen sich nach hinten verstellen. Also saß ich vorne, das könnte mein Leben gerettet haben.“
Marc Bartra hatte als einziger BVB-Profi physische Schäden davongetragen, der Unterarm des Verteidigers brach durch den Einschlag eines Splitters.
Der Anschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus war von einem Einzeltäter geplant und durchgeführt worden. Der Mann detonierte kurz vor dem Champions-League-Spiel der Dortmunder gegen die AS Monaco drei Sprengsätze neben dem vollen Mannschaftsbus. Der zu dem Zeitpunkt 28-jährige Täter hatte auf sinkende Kurse der BVB-Aktie gesetzt und diese durch den Anschlag herbeiführen wollen. Er wurde 2018 zu 14 Jahren Haft wegen versuchten Mordes in 29 Fällen verurteilt.
