Bald stehen Verhandlungen an

Watzke dämpft Erwartungen an DFB-Verpflichtung von Klopp

06.07.2026 – 19:18 UhrLesedauer: 2 Min.

Hans-Joachim Watzke: Der DFB-Vize arbeitete lange mit Jürgen Klopp in Dortmund zusammen. (Quelle: David Inderlied/dpa/dpa-bilder)

Für DFB-Vize Watzke ist nicht sicher, ob es zu einer Einigung mit Jürgen Klopp als Bundestrainer kommt. Das Problem sieht er im laufenden Vertrag Klopps mit Red Bull.

DFB-Vizepräsident Hans-Joachim Watzke hat die Euphorie um eine mögliche Verpflichtung von Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer gebremst. Im ZDF-Interview erklärte er, der Deal sei „definitiv noch nicht abgehakt“ – vor allem Klopps laufender Vertrag als Head of Global Soccer beim Getränkekonzern Red Bull bis 2029 mache die Sache kompliziert.

Dennoch gibt es einen konkreten Plan. Watzke will gemeinsam mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf Ende der Woche nach New York reisen. Dort sollen Gespräche mit Klopp, dessen Berater Marc Kosicke sowie den Red-Bull-Entscheidern um Oliver Mintzlaff geführt werden – auch über eine mögliche Ablöse. Die Wahrscheinlichkeit einer Einigung schätzt Watzke „größer als 50 Prozent“ ein. Im ZDF sprach er von „einem Masterplan A“, den man durchsetzen wolle.

Im Video | So verlaufen die DFB-Gespräche

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Quelle: MagentaTV

Neben dem Red-Bull-Vertrag sind auch private Sponsoring-Verträge Klopps ein Knackpunkt. Sie passen nicht zu den DFB-Partnern. Watzke sagte dazu im ZDF: „Probleme sind auch dazu da, dass man sie löst.“ Beim Gehalt erwartet er Entgegenkommen: „Einen leichten Patriotismus-Abschlag, den erwarten wir dann oder ich speziell vom Jürgen auch.“ Zugleich stellte er klar: „Wir haben natürlich unsere Schmerzgrenze.“

Sportlich sieht Watzke in Klopp den richtigen Mann für die Nachfolge von Julian Nagelsmann. „Er macht Spieler besser, definitiv.“ Unter dem früheren BVB- und Liverpool-Trainer soll die Nationalmannschaft „etwas körperbetonter, etwas intensiver, etwas rustikaler wieder zugehen.“ Klopp soll dabei auch in strukturelle Veränderungen eingebunden werden – allerdings ohne Blankovollmacht. Watzke betonte: „Jürgen Klopp würde niemals eine Carte blanche fordern.“ Zur Zukunft von Sportdirektor Rudi Völler blieb er vage: „Ich würde gerne mit Rudi weitermachen.“

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