Mehr Sicherheit

Eurovision Song Contest: Regeländerung für 2027

12.08.2026 – 22:30 UhrLesedauer: 2 Min.

ESC 2027: Der nächste Eurovision Song Contest findet in Bulgarien statt. (Quelle: Jens Büttner / dpa)

Der ESC lockt jährlich Zehntausende Fans in die jeweilige Gastgeberstadt. Die EBU will dafür sorgen, dass sich alle von vornherein sicher fühlen können.

Der Eurovision Song Contest (ESC) soll künftig nur in Ländern mit stabiler Sicherheitslage stattfinden. Das legt das neue Regelwerk der Europäischen Rundfunkunion (EBU) fest. Das Siegerland komme automatisch nicht mehr als Gastgeber infrage, „falls ein bewaffneter Konflikt, eine heikle geopolitische Lage oder eine sonstige Situation die Sicherheit oder Stabilität des betreffenden Staates oder der unmittelbaren Region erheblich beeinträchtigt“, teilte die EBU mit.

Bei Bedarf könne eine unabhängige Sicherheitsbewertung der Region des Gewinners in Auftrag gegeben werden. Sollte das siegreiche Mitglied als nicht geeignet für die Ausrichtung eingestuft werden, werde die EBU einen alternativen gastgebenden Rundfunksender bestimmen. Die Organisation nennt kein konkretes Beispiel. Allerdings belegte Israel beim diesjährigen ESC in Wien Platz zwei. Beim Gewinn des Song-Contests wäre das Land, das am Iran-Krieg beteiligt ist, den alten Regeln zufolge der nächste Gastgeber gewesen.

Live-Auftritte, keine vorproduzierten Stimmen

Außerdem wird nach den neuen Regeln das Mindestalter der Künstler und Künstlerinnen von jetzt 16 auf 18 Jahre erhöht. Damit sollen nicht mehr besonders junge Menschen dem Druck des Wettbewerbs ausgesetzt sein.

Dara: Die Bulgarien gewann mit dem Song „Bangaranga“ den ESC 2026. (Quelle: IMAGO/Igor Lenkin)

Beim Gesang legt die EBU noch einmal fest, dass Auftritte des Frontsängers oder der Frontsängerin live sein müssen und nicht durch vorproduzierte Stimmen unterstützt werden dürfen. „Diese Präzisierung soll die Integrität jedes Auftritts wahren und sicherstellen, dass das Publikum bei jedem vorgetragenen Lied den Lead-Gesang live hört“, heißt es.

Der Wettbewerb entwickle sich stets weiter, sagte ESC-Direktor Martin Green. Die jährliche Überprüfung des Regelwerks sei ein wichtiger Schritt, damit der Wettbewerb für alle Beteiligten fair und transparent bleibe. Der Eurovision Song Contest gilt als größter Musikwettbewerb der Welt. Nach dem Sieg der Sängerin Dara 2026 findet die nächste Ausgabe in Bulgarien statt.

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