Sie wurde 56 Jahre alt
Erster Todesfall der Grippesaison: Frau stirbt an Influenza
23.10.2026 – 15:36 UhrLesedauer: 1 Min.
Die neue Grippesaison hat in Sachsen ihr erstes Todesopfer gefordert. Die Zahl der Neuinfektionen liegt bereits über dem Vorjahreswert.
In Sachsen hat es den ersten Todesfall der Grippesaison gegeben. Eine 56 Jahre alte Frau aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge starb in der vergangenen Woche im Krankenhaus an ihrer Influenza-Erkrankung, wie aus dem Wochenbericht der Landesuntersuchungsanstalt (LUA) hervorgeht. Sie hatte demnach eine schwere Grunderkrankung, die chemotherapeutisch behandelt wurde. „Sächsische Zeitung“ und „Leipziger Volkszeitung“ berichteten.
Zahl der Erkrankungen steigt im Vergleich zum Vorjahr
Seit dem Start der Saison am 28. September bis zum 18. Oktober haben sich laut Daten der LUA 104 Menschen mit dem Grippevirus infiziert. Zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison waren es 86 Fälle. Die meisten Infektionen verzeichnete Leipzig mit 24 Fällen, gefolgt von Dresden mit 16 und dem Landkreis Nordsachsen mit 14 Fällen.
Insgesamt stuft die LUA das Niveau der Atemwegserkrankungen derzeit als moderat ein. Unter den gemeldeten Infektionen liegt Corona mit 114 Fällen noch vor der Influenza. Betroffen sind vor allem ältere Erwachsene und Senioren. RSV-Infektionen werden bislang deutlich seltener gemeldet.
Neuer Höchststand bei Grippe-Todesfällen in 2025/2026
Die vergangene Grippesaison 2025/2026 endete in Sachsen mit einem Höchststand: 258 Menschen starben an Influenza. Damit wurde der bisherige Rekord von 202 Todesfällen aus der Saison 2024/2025 übertroffen. Bemerkenswert: Die Erkrankungszahlen lagen dabei deutlich niedriger.
Von Ende September 2025 bis Ende April 2026 erkrankten 28.550 Menschen, fast 16.000 weniger als in der Saison zuvor. Die Grippesaison läuft jeweils von der 40. Kalenderwoche bis zur 17. Kalenderwoche des Folgejahres.
