Revolte gegen Fifa-Boss

Verband kündigt Nicht-Wahl von Infantino an – zweiter zieht nach

Aktualisiert am 03.08.2026 – 11:38 UhrLesedauer: 1 Min.

Gianni Infantino: Der Fifa-Präsident steht unter Druck. (Quelle: IMAGO/JOERAN STEINSIEK)

Im kommenden Jahr finden die Fifa-Präsidentschaftswahlen statt. Gianni Infantino hat aktuell noch keinen Gegenkandidaten – aber auch schrumpfende Unterstützung.

Als Erster weltweit hat der Walisische Fußball-Verband (FAW) Gianni Infantino öffentlich die Unterstützung für seine Wiederwahl als Fifa-Präsident entzogen. Das hat der Verband nach einem Bericht von Sky News auch der Fifa schriftlich mitgeteilt. Wenig später zog der englische Verband nach, laut „Times“ werde die FA Infantino ein entsprechendes Schreiben zukommen lassen. Die Wahl ist für März 2027 in Marokko geplant.

Der FAW erklärte laut Sky News: „Die jüngsten Defizite in den Bereichen verantwortungsvoller Verbandsführung, Entscheidungsprozesse, Führung, Werte, Stakeholder-Management, Kommunikation und Urteilsvermögen haben dazu geführt, dass Herr Infantino das Vertrauen des FAW verloren hat, weiterhin an der Spitze des Weltfußballs zu stehen.“ Und weiter: „Das Wohl des Fußballs nicht an erste Stelle zu setzen, ist ein Versagen, das wir nicht akzeptieren können.“

Wales ist Co-Gastgeber der EM 2028 im Vereinigten Königreich und Irland sowie Mitglied der Uefa. Der europäische Dachverband hatte Infantino zuletzt scharf kritisiert. Grund dafür waren Infantinos Pläne, Anteile an der WM an private Investoren zu verkaufen. Aufgrund eines massiven Widerstands zog Infantino die Pläne zurück.

Infantino steht seit 2016 an der Spitze des Weltverbands. Am 18. März 2027 möchte er sich auf dem 77. Fifa-Kongress in Rabat den Statuten zufolge ein letztes Mal für vier Jahre zum Präsidenten wählen lassen.

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