„Das kann auf keinen Fall sein“

Bayern-Präsident Hainer legt gegen die Fifa nach

03.08.2026 – 07:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Herbert Hainer: Er ist seit 2019 Präsident des FC Bayern. (Quelle: IMAGO/kolbert-press/Martin Agüera/imago)

Der Präsident des FC Bayern glaubt, dass die Investorenpläne Konsequenzen nach sich ziehen werden. Auch Gianni Infantino stehe unter Druck.

Herbert Hainer hat das jüngste Vorgehen der Fifa und ihres Präsidenten Gianni Infantino angeprangert. Die umstrittenen und nach Protesten gescheiterten Investorenpläne seien „ein grober Verstoß gegen Corporate Governance“, also Leitplanken in Bezug auf Transparenz, Kontrolle und Verantwortung, gewesen, sagte der Präsident des FC Bayern in Südkorea. „Ich bin der Überzeugung, dass es jetzt starke Bestrebungen gibt, das detailliert aufzuarbeiten und dann auch die nötigen Konsequenzen daraus zu ziehen“, sagte Hainer.

Infantino hatte zuvor sein Vorhaben, Anteile an Turnieren des Weltverbandes an private Investoren zu verkaufen, nach massiver Kritik aufgegeben. Geplant war die Gründung der Fifa Forward Enterprise (FFE), einer Tochtergesellschaft, die alle kommerziellen Aktivitäten und Turnierorganisationen bündeln sollte. Damit hätten auch Anteile an der Fußball-WM an Investoren verkauft werden können.

Fifa-Präsident Gianni Infantino musste seine Pläne aufgeben. (Quelle: IMAGO/JOERAN STEINSIEK/imago-images-bilder)

Kommerzialisierung gehöre zwar zum Sport dazu, „aber sie muss auch bestimmte Grenzen haben. Wenn Fremdinvestoren dann mitbestimmen wollen, dann ist eben die Gefahr sehr groß, dass Grundbedürfnisse und Grundstrukturen des Fußballs angegriffen werden – und das kann auf keinen Fall sein“. Der Fußball gehöre „uns allen, der gehört den Fans und dafür sind wir auch da, um das zu bewahren“, meinte Hainer.

Die Uefa forderte nach dem „schäbigen und undurchsichtigen Deal“ einen Kulturwechsel, auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf wünscht sich eine „lückenlose Aufklärung“. Ob aus diesen auch ein Ende der Amtszeit Infantinos resultieren könne, ließ Hainer offen: „Das entscheiden die Mitgliedsländer, aber Fakt ist, dass sehr viel Druck da ist, um das Ganze aufzuklären. Und dann wird man sicherlich auch die nötigen Konsequenzen ziehen, wie immer die auch aussehen.“

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