„Sind erschüttert von dem Vorfall“

Erste Diagnose bei abtransportiertem WM-Profi


Aktualisiert am 19.06.2026 – 06:32 UhrLesedauer: 3 Min.

Ismaël Koné: Für den Kanadier ist das Turnier wohl vorbei. (Quelle: Agustin Marcarian)

Die schwere Verletzung von Mittelfeldspieler Ismaël Koné schockt die Fußball-Welt. Nun gibt es eine erste Diagnose.

Nach dem Verletzungsdrama um Ismaël Koné versammelte Trainer Jesse Marsch seine kanadischen Profis in einem großen Kreis um sich. Alle knieten sich auf dem Rasen hin, ehe der Cheftrainer und Abwehrchef Moise Bombito das Wort führten. Auch auf der folgenden Ehrenrunde unter dem ohrenbetäubenden Lärm von Vancouver wurde eines deutlich: Der 6:0-Sieg Kanadas über Katar war für den schwer verletzten Koné, der bereits auf dem Weg ins Krankenhaus war.

„Er kann großartige Dinge vollbringen, die kein anderer kann. Er steht für vieles, wofür das Team steht, und ist ein großer Verlust für uns“, stellte Marsch nach dem Torfest klar, das im achten Anlauf den ersten Sieg in Kanadas bisher magerer WM-Historie bedeutete. „Aber wir werden ihm die besten Ärzte besorgen und er wird zurückkommen.“

Im Video | Rot und Horror-Verletzung bei Kanadas Kantersieg

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Quelle: MagentaTV

Beim Stand von 3:0 war Koné in der 51. Minute nach einem Foul von Assim Madibo zu Boden gegangen, der Unterschenkel des 24-Jährigen wies danach eine deutliche Fehlstellung auf. Koné selbst hatte beim Anblick seines linken Beines fassungslos die Hand vor den Mund gehalten. Als er wenig später auf einer Trage abtransportiert wurde, winkte er dem Publikum aber zu.

Erste Diagnose: Bruch des Schien- und Wadenbeins

Bei dieser WM wird das mit einer Rückkehr Koné nichts mehr. „Es ist direkt vor der Bank passiert. Jeder konnte hören, wie der Knochen brach“, berichtete Marsch.“Man fühlt natürlich tief mit ihm, und alle sind erschüttert von dem Vorfall – wegen der Art der Verletzung und auch, weil Ismaël das Herz unserer Mannschaft ist.“

Koné erlitt nach ersten Diagnosen einen Bruch des linken Schien- und Wadenbeins. Transferjournalist Fabrizio Romano schrieb, dass der Profi vier bis fünf Monate ausfallen könnte. Derzeit befinde sich Koné mit seiner Mutter Suzanne im Krankenhaus.

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Nach dem Spiel analysierten die TV-Experten Thomas Müller und Mats Hummels gemeinsam mit Moderator Johannes B. Kerner die Szene bei Magenta. Der frühere Spieler des FC Bayern ging auf den katarischen Nationalspieler Madibo ein, der das Foul verursacht hatte: „Man sieht dem Spieler von Katar an, dass da was passiert ist. Dem steht der Schock ins Gesicht geschrieben.“

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