Was machen Aldi und Lidl?

Schokolade: Kunden kaufen weniger Milka und Ritter Sport


13.05.2026 – 15:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Aldi: Die Marke Choceur deckt mit ihren Produkten die sogenannte Basis ab. Also Schokoladentafeln mit klassischen Geschmacksrichtungen wie Haselnuss oder Traube-Nuss. (Quelle: IMAGO/Anton Geisser)

Die Schokoladenpreise gingen vergangenes Jahr durch die Decke. Das hatte Auswirkungen auf das Kaufverhalten der deutschen Kunden.

Wenn Deutsche im Supermarkt Schokoladentafeln kaufen, greifen sie immer häufiger zu preisgünstigen Varianten statt teurer Marken. Laut dem Marktforschungsunternehmen Circana erreichten sogenannte Handelsmarken 2025 einen Anteil von 34,5 Prozent im Tafelschokoladensegment. Das sind drei Prozentpunkte mehr als noch 2024 und entspricht damit erstmals mehr als für Milka und Ritter Sport zusammen. Das berichtet die „Lebensmittel Zeitung“.

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Die Experten des Branchenblattes sehen den Erfolg der Eigenmarken in einer Verschiebung der letzten drei Jahre. Die extrem hohen Preise für den Rohstoff Kakao hätten die Preise seit 2023 in die Höhe getrieben. So rechtfertigte Mondelez auch seine 90-Gramm-„Mogelpackung“. Verbraucher hätten damit reagiert, vermehrt preisgünstigere Eigenmarken zu kaufen, und seien bis heute auch dabei geblieben. Hinzu kommt, dass mehrere Händler nach einer Entspannung auf dem Kakaomarkt die Preise bei ihren Eigenmarken zuletzt wieder senkten.

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Aldi, Lidl, Rewe: Mit diesen Marken punkten sie

Bei den Discountern verfügt Aldi nach Angaben der „Lebensmittel Zeitung“ mit rund 60 Schokoladenartikeln über das größte Eigenmarkensortiment. Choceur und Moser Roth sind hier die großen Hersteller. Lidl setze auf Fin Carré in der Schokoladenbasisversorgung und J.D. Gross im Premium-Bereich.

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Bei den Supermärkten verfüge Edeka mit 40 Artikeln über das umfangreichste Sortiment an Handelsmarken. Neben den Tafeln von „Gut & Günstig“ versucht das Hamburger Unternehmen, sich vorrangig über die im Herbst 2025 bei Edeka neu eingeführten „Herzstücke“ zu profilieren, heißt es in der „Lebensmittel Zeitung“.

Bei Rewe gibt es die günstigste Schokolade von der Marke „Ja“. Sie steht im Preisvergleich auf einer Stufe mit Aldi. Schokoladen unter der Premiummarke „Feine Welt“ gibt es nicht mehr. Dafür aber drei Flachtafeln von „Rewe Beste Wahl“, bei deren Kauf der Nabu-Klimafonds unterstützt wird.

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