Zwei Wochen vor Turnierstart

Virusausbruch: WM-Länder straffen Reisebeschränkungen

29.05.2026 – 10:20 UhrLesedauer: 2 Min.

US-Präsident Donald Trump mit einem Fußball: Die WM wird in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. Die drei Länder verständigten sich jetzt über neue Reisebeschränkungen. (Quelle: Valery Sharifulin)

WM-Ausrichter wollen verhindern, dass das Ebola-Virus nach Zentral- und Nordamerika gelangt. Sie verständigten sich auf neue Reisebeschränkungen.

Der Ausbruch des hochgradig ansteckenden Ebola-Virus in Afrika beunruhigt auch die WM-Ausrichterländer in Nord- und Zentralamerika. Nachdem aus der Demokratischen Republik Kongo mehr als 200 Ebola-Tote und 900 Verdachtsfälle gemeldet wurden, haben die USA, Mexiko und Kanada nun mit gestrafften Beschränkungen bei der Einreise reagiert. Ziel müsse es sein, Bürger und Besucher während der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft (11. Juni bis 19. Juli) zu schützen.

„Die Gesundheit und Sicherheit jedes Einzelnen in der Region bleibt unsere oberste Priorität, während wir die Welt in Nordamerika willkommen heißen“, hieß es am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung. Details zu den abgestimmten Maßnahmen wurden nicht genannt.

Auch die Nationalmannschaft der Demokratischen Republik Kongo hat sich für das Turnier qualifiziert. Sie spielt in der Gruppe K in Houston (US-Bundesstaat Texas) gegen Portugal, in Zapopan (Mexiko) gegen Kolumbien und in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) gegen Usbekistan.

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USA: Greencard-Inhaber erhalten Auflagen

Die drei Länder hatten zuvor auf nationaler Ebene ihre Einreiseregeln verschärft. Die USA verhängten vergangene Woche ein Einreiseverbot für Ausländer, die sich kürzlich in der Demokratischen Republik Kongo, in Uganda oder im Südsudan aufgehalten haben. Die US-Gesundheitsbehörde CDC weitete diesen Bann am Freitag auf Inhaber einer Greencard aus, die in den vergangenen 21 Tagen in diesen Ländern waren.

Kanada verwehrt Bewohnern der drei afrikanischen Staaten seit Mittwoch für 90 Tage die Einreise. Kanadische Staatsbürger und Personen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung müssen sich ab dem 30. Mai nach einer Rückkehr aus den betroffenen Gebieten für 21 Tage in Quarantäne begeben.

Mexikos Gesundheitsminister David Kershenovich hat strengere Kontrollen an Flughäfen angekündigt und für Einreisende aus dem Kongo ebenfalls eine dreiwöchige Quarantäne angeordnet.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte vor eineinhalb Wochen wegen des Ebola-Ausbruchs im Kongo eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen. Der Ausbruch war zuerst am 15. Mai in der von bewaffneten Konflikten betroffenen kongolesischen Provinz Ituri gemeldet worden. Nach Einschätzung der WHO hatte sich das Virus zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich schon seit Monaten unentdeckt ausgebreitet.

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