Stadionordnung geändert

Dynamo Dresden verbietet Influencer-Videos im Stadion


13.08.2026 – 10:41 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Frau mit professionellen Videoequipment (Symbolbild): Solche Szenen soll es im Rudolf-Harbig-Stadion nicht mehr geben. (Quelle: hurricanehank via imago-images.d)

Der Zweitligist verbietet kommerzielle Filmaufnahmen bei Heimspielen. Sonst droht sogar Stadionverbot.

Dynamo Dresden untersagt kommerzielle Videoaufnahmen bei Heimspielen im Rudolf-Harbig-Stadion. Das teilte der Fußball-Zweitligist vor dem ersten Heimspiel der neuen Saison gegen Darmstadt 98 in einem Schreiben an seine Fans mit.

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Der Verein hat dafür seine Stadionordnung erweitert. Das berichteten mehrere Medien übereinstimmend. Aufnahmen von Influencern, Streamern und Content Creators sind demnach künftig genehmigungspflichtig, wenn damit Reichweite erzielt oder eine Monetarisierung beabsichtigt wird. Das betrifft laut der neuen Regelung auch das Mitbringen von Geräten, die hauptsächlich für solche Aufnahmen gedacht sind.

Das Thema treibt auch andere Vereine um. Hansa Rostock hatte bereits im Dezember 2025 die Fans an das bestehende Verbot kommerzieller Aufnahmen erinnert. Dynamo geht nun einen Schritt weiter und verlangt von Influencern eine vorherige Genehmigung des Vereins.

Private Erinnerungsfotos und kurze Videos bleiben im Dynamostadion explizit weiterhin erlaubt. Insbesondere in den Blöcken K1 bis K5, dem sogenannten K-Block, bittet der Verein die Anhänger jedoch, die dort geltenden Regeln zu beachten und „sensibel sowie verantwortungsvoll“ mit Smartphones und Kameras umzugehen. In diesem Bereich stehen auch die Ultras der Sachsen.

Wer Geld verdient, benötigt eine Genehmigung

Dynamo verwies auf die Medien- und Verwertungsrechte der TV-Partner sowie des Vereins. Bei einer Monetarisierung von Videos würden in erster Linie die jeweiligen Ersteller profitieren, während der Verein leer ausgehe.

Daneben begründete Dynamo die Einschränkung mit dem Wunsch vieler Fans, das Spiel ohne dauerhafte Kameras oder Aufnahmen in ihrer unmittelbaren Umgebung verfolgen zu können. „Rücksichtnahme und gegenseitiger Respekt sind daher wichtige Voraussetzungen für eine positive Atmosphäre auf den Rängen“, hieß es weiter. Der Club kündigte zugleich an, mit den Anhängern über das Thema im Austausch bleiben zu wollen.

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