Nerv entlasten

Karpaltunnelsyndrom: Fünf Übungen, die helfen können


Aktualisiert am 29.07.2026 – 17:19 UhrLesedauer: 4 Min.

Ob sich das Karpaltunnelsyndrom allein mit Übungen behandeln lässt, ist fraglich. Sie können die Therapie jedoch unterstützen. (Quelle: emiliozv/getty-images-bilder)

Das Karpaltunnelsyndrom kann im Alltag äußerst störend sein. Lesen Sie hier, inwiefern Übungen die Beschwerden lindern können.

Wer Symptome wie ein taubes Gefühl, Kribbeln oder Schmerzen in Daumen, Zeige- und Mittelfinger verspürt, die unter Umständen auch in den Arm ausstrahlen, leidet möglicherweise unter dem Karpaltunnelsyndrom. Auch ein Einschlafen der Hand in der Nacht ist für die Erkrankung typisch. Ursache der Beschwerden ist Druck auf den Medianusnerv, der im Handgelenk verläuft und vor allem Daumen, Zeige- und Mittelfinger sowie zum Teil auch den Ringfinger versorgt.

In leichten bis mittelschweren Fällen lassen die Beschwerden beim Karpaltunnelsyndrom oft bereits nach, wenn Betroffene nachts eine Handgelenkschiene tragen. Helfen kann es zudem, vorerst alle Belastungen zu meiden, die die Symptome verstärken.

Im Handgelenk verläuft der Medianusnerv im Karpaltunnel. (Quelle: undefined undefined/getty-images-bilder)

Um die Beschwerden zu lindern, empfehlen manche Fachleute bei einem Karpaltunnelsyndrom außerdem verschiedene Übungen. Diese sollen den Druck auf den Medianusnerv verringern und dadurch zu einer Linderung beitragen. Dabei handelt es sich vor allem um Übungen, die die Hände dehnen und kräftigen. Die Studienlage zur Wirkung solcher Übungen ist bislang allerdings uneinheitlich. Sie sollten daher am besten nicht als alleinige Therapie, sondern zusätzlich zur Behandlung zum Einsatz kommen.

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Wir stellen Ihnen fünf Übungen vor, die sich bei Menschen mit Karpaltunnelsyndrom möglicherweise positiv auswirken können. Dabei ist es ratsam, mit den Übungen langsam zu beginnen. Sie sollten höchstens ein leichtes Ziehen, nicht jedoch Schmerzen hervorrufen. Um Fehlhaltungen oder eine falsche Ausführung zu vermeiden, ist es zudem empfehlenswert, sich Übungen wie die folgenden (oder ähnliche) in einer physiotherapeutischen Praxis zeigen zu lassen. Nehmen Taubheitsgefühle zu, treten Lähmungserscheinungen auf oder verschlechtern sich die Beschwerden, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Übung 1: Handbeuger dehnen

Diese Übung dehnt die Handgelenksbeuger, eine Muskelgruppe im Unterarm, und kann so unter Umständen die Spannung im Bereich des Handgelenks günstig beeinflussen.

Die Übung verläuft folgendermaßen:

  • Stellen Sie sich mit der betroffenen Seite mit etwa einer Armlänge Abstand an eine Wand und strecken Sie den Arm seitlich zur Wand aus.
  • Legen Sie die Handfläche an die Wand und drehen Sie die Hand so auswärts, dass die Finger nach unten weisen.
  • Halten Sie den Ellenbogen dabei durchgedrückt. Sie sollten nun ein Ziehen an der Innenseite des Unterarms spüren.
  • Üben Sie beim Dehnen des Handgelenks leichten Druck gegen die Wand aus.
  • Halten Sie die Dehnung für 30 Sekunden und wiederholen Sie das Ganze 4-mal.
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