Rund 50 Artikel weg

Aldi Süd schmeißt zahlreiche Produkte aus dem Sortiment


24.04.2026 – 10:15 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Filiale von Aldi Süd: Das Sortiment des Discounters wird zusammengestrichen. (Quelle: IMAGO/Arnulf Hettrich/imago)

Aldi Süd dünnt das Sortiment aus und streicht je nach Region rund 50 Artikel samt Varianten. Betroffen sind Milchprodukte, Wurst und Käse – und auch Markenware.

In vielen Supermärkten gibt es ein Überangebot an Lebensmitteln. Über Jahre wurde die Produktpalette vieler Einzelhändler erweitert. Doch Aldi Süd will das Sortiment nun offenbar gezielt verkleinern. Das berichtet das Branchenblatt „Lebensmittel Zeitung“.

Beobachter berichten demnach, dass je nach Region rund 50 Artikel inklusive Varianten aus den Bereichen Milchprodukte, Wurst und Käse verschwinden. Der Discounter wolle „das einheitlichere Sortiment zentral steuern“. Ziel sei es, Abläufe zu vereinfachen und Kosten zu senken. Ein Kurs, den der Discounter schon länger verfolgt.

Nicht nur Eigenmarken sind betroffen, auch bekannte Markenprodukte stehen auf dem Prüfstand. Einige sind bereits verschwunden – darunter etwa Desserts, Joghurts oder Convenience-Produkte, die im Handel häufig über Rabattaktionen verkauft werden. Darunter sind beispielsweise auch das Ehrmann Grand Dessert und der Zott Sahne Joghurt. Statt dauerhaft im Regal zu stehen, will Aldi hier offenbar verstärkt auf zeitlich begrenzte Angebote setzen. Zudem räumt Aldi auch in der Frischetheke auf, in der bislang höherwertige Wurst- und Käsespezialitäten angeboten wurden. Einige dieser Produkte sind bereits verschwunden.

Branchenkenner sehen darin eine logische Entwicklung. Wenn Produkte ohnehin vor allem über Aktionen laufen, verliert der feste Regalplatz an Bedeutung. Für den Discounter stellt sich dann die Frage: Lohnt sich das noch?

Auch regionale Anbieter trifft die Neuausrichtung. Produkte von Marken wie Schwälbchen, Frankenland oder Schwarzwaldmilch sind teilweise nicht mehr im Sortiment zu finden. Offiziell äußert sich Aldi Süd dazu nicht im Detail. Intern wird laut „Lebensmittel Zeitung“ geprüft, wo sich Varianten reduzieren lassen. Der Grundgedanke hinter all dem ist simpel: zurück zu den Wurzeln des Discount-Prinzips. Weniger Auswahl, dafür schnellere Umschläge und geringere Kosten.

Share.
Die mobile Version verlassen