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Was muss ein Geschäftskonto können?
13.05.2026 – 06:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Jeden Tag beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es um Geschäftskonten.
Viele Selbstständige kennen das: Zahlungen gehen ein, Rechnungen stapeln sich im Postfach, und die Buchhaltung kostet mehr Zeit als gedacht. Schnell stellt sich die Frage: Was muss ein Geschäftskonto können, damit es den Arbeitsalltag wirklich erleichtert?
Zunächst einmal sollte ein Geschäftskonto einfach und zuverlässig funktionieren. Dazu gehören die klassischen Basisfunktionen wie Überweisungen, Lastschriften und ein klarer Überblick über alle Zahlungseingänge und -ausgänge. Ebenso entscheidend ist heute die digitale Nutzbarkeit.
„Wichtig ist eine gute App, damit man auch von unterwegs handlungsfähig ist“, sagt Verena Freyer, die bei der ING Deutschland Vertrieb und Kundenanalyse für kleine und mittlere Unternehmen verantwortet, zu t-online. Außerdem sollte das Konto mit Ihrem Unternehmen mitwachsen können. Wenn Sie später Mitarbeitende einstellen oder mehr Transaktionen haben, sollten sich die Funktionen flexibel erweitern lassen.
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Digitale Organisation spart Zeit
Ein Vorteil moderner Geschäftskonten liegt in der Verknüpfung von Zahlungen und Belegen. „Eingangsrechnungen oder Kassenbelege können direkt digital erfasst werden – per App oder Upload – und sind automatisch mit den entsprechenden Kontobewegungen verknüpft“, erklärt Freyer. Das reduziert den Papieraufwand erheblich und spart Zeit im Alltag.
Wer viel unterwegs ist, kann über zusätzliche Funktionen wie OCR (Optical Character Recognition) nachdenken. Die Technologie liest mithilfe Künstlicher Intelligenz Dokumente wie PDFs oder Bilddateien aus. „Das erleichtert die schnelle Zuordnung zu Buchungen oder auch das direkte Auslösen von Zahlungen“, so Freyer.
Kosten: Flexibilität ist entscheidend
Wenn Ihre Einnahmen schwanken, sollten Sie auf flexible Gebührenmodelle achten. Praktisch sind beispielsweise Modelle mit geringer oder gar keiner Grundgebühr, die den jeweils günstigsten Tarif rückwirkend auf Basis der tatsächlichen Transaktionen berechnen. Der Preis passt sich dann automatisch an Ihr Nutzungsverhalten an.
Ein gutes Geschäftskonto erleichtert zudem die Zusammenarbeit mit Ihrer Steuerberatung. Wem das wichtig ist, der sollte laut Freyer darauf achten, dass das Geschäftskonto eine Datev-Anbindung hat und die Steuerberatung Einblick in die Transaktionen bekommt. Das spart Rückfragen und reduziert den Abstimmungsaufwand deutlich, gerade zum Monats- oder Jahresende. Wer noch mehr Komfort wünscht, kann Belege für die Steuerberatung auch automatisiert und kategorisiert aus dem Konto heraus versenden.
