Goldener Herbst

Der Berg ruft: Das müssen Wanderer im Herbst beachten


23.10.2026 – 16:13 UhrLesedauer: 2 Min.

Wanderer am Großen Ahornboden im Karwendel (Archivbild): Der Herbst ist eine beliebte Zeit für Wanderungen. Doch dabei gibt es einiges zu beachten. (Quelle: Alpengasthof Eng/SRT-bilder)

Der Herbst ist in vollem Schwung, die Bergsaison läuft. Doch auf den ersten Gipfeln liegt bereits Schnee. Was Wanderer beachten müssen.

Die Zugspitze ist bereits weiß überzuckert, auch der Höllentalferner trägt wieder eine weiße Schicht. Selbst die über dem Ahornboden thronenden Gipfel von Grubenkar und Eiskarl tragen eine weiße Decke. Das heißt nicht, dass Wanderungen nicht mehr möglich sind, im Gegenteil: Jenseits von gefährlichen Sommergewittern und lähmender Hitze ist der Herbst eine beliebte Zeit für Wanderungen.

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Doch der nahende Winter, erster Frost und Schnee erfordern eine sorgsame Tourenplanung. Wer planlos losmarschiert, riskiert dabei eine Protagonistenrolle in der dritten Staffel von „In höchster Not“. Damit auch die Herbstsaison unfallfrei bleibt, hat der Deutsche Alpenverein (DAV) einige Tipps für Wanderer und Bergsteiger veröffentlicht.

Schneefallgrenze unter 2.000 Metern: Wo jetzt Vorsicht geboten ist

Anlässlich des bevorstehenden Wochenendes hat der DAV daran erinnert, Wandertouren sorgfältig zu planen. Die Schneefallgrenze ist mittlerweile auf 1.800 Meter gesunken, teilweise liegen bereits 30 Zentimeter Neuschnee. Ein Blick auf die Webcams an der Zugspitze zeigt einen in Weiß getünchten Gipfel. Auch in Mittelgebirgen sind Schneeschauer in höheren Lagen möglich.

Webcam-Aufnahme vom Zugspitzgipfel, 23. Oktober 2026: Dort liegt bereits der erste Schnee. (Quelle: Zugspitze/Screenshot: t-online)

Eigentlich bietet der Herbst gute Witterungsverhältnisse, doch das Wetter kann schnell umschwingen und ungemütlich werden. Zwischen warmer Herbstsonne und einem Schneesturm können Minuten liegen. Der DAV erklärt: „Wer jetzt unterwegs ist, sollte seine Tour den aktuellen Verhältnissen anpassen und einen genauen Blick auf Wetter- und Bergberichte werfen.“

Ein weiterer Faktor ist die Dämmerung. Denn in der Nacht zum Sonntag werden die Uhren wieder umgestellt, das heißt: auch die Abenddämmerung beginnt damit in den Bergen früher. Der DAV empfiehlt deshalb, frühzeitig zu starten, kürzere Touren zu wählen und ausreichend Zeitpuffer einzuplanen.

Herbsttouren richtig planen: So geht’s

Für die Tourenplanung rät der DAV, Routen und Wege zu bevorzugen, wo viel Sonnenschein zu erwarten ist, etwa in östlicher oder südlicher Richtung. Auf höheren und nordseitig gelegenen Steigen und Wanderwegen hingegen sollte man bereits mit Schnee rechnen. Webcams können bei der Einschätzung helfen.

Wandern im Herbst: Die Wahl der Kleidung ist wichtig, um nicht zu frieren. (Quelle: Allgäu GmbH/dpa)

Bei der Ausrüstung empfiehlt der Verein das Zwiebelprinzip:

  • mehrere Kleidungsschichten, eine zusätzliche Wärmeschicht wie Fleece
  • Regenschutz
  • eine Stirnlampe
  • feste Bergschuhe mit griffiger Sohle, weil auf Wegen im Schatten durch Laub oder Feuchtigkeit Rutschgefahr besteht
  • falls notwendig: Grödel und Wanderstöcke
  • Handschuhe und Mütze
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