Symptome und Behandlung

Diese Zimmerpflanzen sind für Katzen lebensbedrohlich


Aktualisiert am 21.09.2026 – 12:51 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Katze wirft einen Pflanzentopf um: Zimmerpflanzen haben auf einige Samtpfoten eine magische Anziehungskraft. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Inna Zhemerdeeva/imago)

Bestimmte Zimmerpflanzen können für Katzen gefährlich bis lebensbedrohlich sein. Welche Pflanzen giftig sind und wie Sie Vergiftungen bei Katzen erkennen.

Viele Katzen knabbern gerne an Pflanzen oder Grashalmen. Das hat auch einen guten Grund: durch den Verzehr und das anschließende Erbrechen von Gras reinigen Katzen ihren Magen.

Allerdings vertragen Katzen nicht alle Pflanzen – manche sind für sie sogar hochgiftig. Der Verzehr bestimmter Arten kann leichte bis lebensbedrohliche Symptome auslösen. Diese Pflanzen sollten Sie deswegen lieber aus Ihrem Zuhause verbannen, wenn Sie Katzen haben.

Diese Zimmerpflanzen sind giftig für Katzen

Überschrift Überschrift
Aloe Vera Erbrechen, Durchfall, Lethargie, Appetitlosigkeit
Azalee/Rhododendron Erbrechen, Durchfall, vermehrtes Speicheln, Lethargie, Herzrhythmusstörungen
Bogenhanf Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Zittern, Unruhe
Calla Erbrechen, Schluckbeschwerden, vermehrtes Speicheln, Schwellungen im Mund- und Rachenraum
Dieffenbachie (sehr giftig!) Erbrechen, Durchfall, vermehrtes Speicheln, Schwellungen im Mund- und Rachenraum, Atemprobleme
Drachenbaum (Dracaena) Erbrechen, Durchfall, Lethargie, Appetitlosigkeit
Efeutute Erbrechen, Durchfall, Lethargie, Krämpfe
Einblatt Erbrechen, Schluckbeschwerden, vermehrtes Speicheln, gereizte Schleimhäute
Fensterblatt/Monstera (Philodendron) Erbrechen, Schluckbeschwerden, Schluckbeschwerden, gereizte Schleimhäute
Gummibaum Erbrechen, Schluckbeschwerden, vermehrtes Speicheln, gereizte Schleimhäute
Lilien (extrem giftig, auch in kleinsten Mengen!) Speichelfluss, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Lethargie, Nierenversagen, Tod
Nordmanntanne (als Weihnachtsbaum) Magen-Darm-Probleme, Nadeln können innere Blutungen verursachen
Orchideen Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Bewegungs- und Gleichgewichtsstörungen
Palmfarn Erbrechen, Durchfall (auch blutig), vermehrtes Speicheln, Krämpfe, Schwäche, Appetitlosigkeit
Weihnachtsstern Erbrechen, Durchfall, Krämpfe, Bewegungs- und Gleichgewichtsstörungen
Yuccapalme Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, vermehrtes Speicheln, Appetitlosigkeit, Apathie

Hinweis: Bei den oben genannten Pflanzen handelt es sich um eine Auswahl giftiger Zimmerpflanzen. Die Symptome können je nach Menge der aufgenommenen Pflanze variieren.

Was tun, wenn die Katze eine giftige Pflanze gegessen hat?

Wenn Sie bemerken, dass Ihre Katze eins oder mehrere der oben genannten Symptome aufweist und sie an einer der Pflanzen geknabbert hat (achten Sie hier auf angekaute Blätter oder Rückstände in Erbrochenem), ist schnelles Handeln erforderlich. Informieren Sie umgehend Ihren Tierarzt. An Wochenenden oder außerhalb der regulären Öffnungszeiten gibt es tierärztliche Bereitschafts- und Notdienste, die zunächst auch eine Einschätzung am Telefon geben können.

Versuchen Sie auf keinen Fall, die Katze zum Erbrechen zu bringen. Das kann die Situation noch verschlimmern. Überlassen Sie die Behandlung ausschließlich dem Tierarzt. Wenn Sie schnell handeln, ist die Prognose für das Tier oft gut. Die meisten Katzen erholen sich vollständig, schwere Verläufe sind die Ausnahme.

Vergiftungen verhindern

Um Vergiftungen durch Pflanzen zu verhindern, sollten Sie bestenfalls keine giftigen Zimmerpflanzen in Ihrer Wohnung haben. Wenn Sie bereits welche besitzen, stellen Sie sie an einen Ort, an den die Katze nicht herankommt – etwa auf einen hohen Schrank. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf einer neuen Pflanze, ob sie giftig ist oder nicht. Einige Pflanzenhändler weisen tierfreundliche Pflanzen als solche aus oder verkaufen sie in Sets.

Wenn Ihre Katze gerne an Gras und Pflanzen knabbert, können Sie auch spezielles Katzengras kaufen, das in Zoo- oder Pflanzengeschäften erhältlich ist.

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