Bundestrainer warnt DFB-Stars

„Dann ist das weder für sie gut noch für das Team“


29.09.2026 – 21:07 UhrLesedauer: 2 Min.

Selina Cerci: Sie wechselte aus Hoffenheim nach London.

Selina Cerci: Sie wechselte aus Hoffenheim nach London. (Quelle: IMAGO/Harvey Murphy/News Images)

Christian Wück nominiert seinen Kader für die nächsten Länderspiele. Vor allem ein Aspekt fällt dabei auf, der einigen Spielerinnen künftig Steine in den Weg legen könnte.

Gleich elf Spielerinnen aus dem aktuellen 24-köpfigen deutschen Aufgebot von Bundestrainer Christian Wück stehen bei ausländischen Vereinen unter Vertrag. Allein in diesem Sommer schlossen sich vier Nationalspielerinnen Klubs in England an. Nia Künzer beobachtet den Wandel aufmerksam.

„Für die einen bietet der Schritt ein Sprungbrett und eine Weiterentwicklung. Für die anderen gibt es noch nicht die Spielzeit, die wir uns wünschen“, sagte die DFB-Direktorin am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

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In diesem Sommer wechselten Nationalspielerinnen wie Selina Cerci (FC Arsenal), Vivien Endemann (FC Liverpool), Carlotta Wamser (Manchester City) und Elisa Senß (Real Madrid) ins Ausland. Auch internationale Stars wie Georgia Stanway (FC Arsenal) kehrten der Bundesliga den Rücken zu. Vor allem die englische Liga ist für Spielerinnen attraktiv geworden – wegen höherer Gehälter, besserer Infrastruktur und professionellerer Rahmenbedingungen.

Bundestrainer sieht ein zweites „Problem“

Bundestrainer Wück äußerte sich ebenfalls mit Sorge. „Das ist ein ganz großes Thema und beschäftigt uns alle.“ Denn eines sei klar: „Es gibt im Fußball eine Währung – und das ist die Spielzeit“, so der 52-Jährige. „Wenn unsere Nationalspielerinnen keine Spielzeit bekommen, dann ist das weder für sie gut noch für das Nationalteam.“ In diesem Fall sieht Wück ebendiese in der Verantwortung. „Die Spielerinnen müssen sich Gedanken machen, dass sie Spielzeit bekommen und wie sie die Trainer im Verein davon überzeugen, aufgestellt zu werden“, sagte der ehemalige Profi.

Carlotta Wamser (r.): Sie spielt in England. (Quelle: IMAGO/Fotostand / Fantini)

Doch nicht nur die Abwanderung deutscher Nationalspielerinnen ins Ausland bereite Wück „Kopfzerbrechen“. Denn auch im deutschen Oberhaus sei ihm etwas aufgefallen: „Das ist die Situation, dass ich an Bundesliga-Spieltagen teilweise in Stadien sitze und nur maximal drei, vier deutsche Spielerinnen auf dem Platz sehe“, erzählte Wück, der sich auf Spielerinnen bezog, die für das DFB-Team spielberechtigt sind.

„Auch da müssen wir uns Gedanken machen, wie wir die Talentförderung so hinbekommen, dass die deutschen Spielerinnen so gut werden, dass sie auch eingesetzt werden“, so Wück.

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