Finanzskandal bei Ex-Meister

Premier League spricht Manchester City schuldig


Aktualisiert am 29.09.2026 – 19:23 UhrLesedauer: 3 Min.

Erling Haaland: Dem Klub des ehemaligen Dortmunders drohen weitreichende Sanktionen. (Quelle: IMAGO/Dave Shopland/imago)

Erste Medien berichteten bereits letzte Woche, jetzt ist es offiziell: Eine unabhängige Kommission hat Englands Ex-Meister schuldig gesprochen. Die Folgen für den Klub könnten gravierend sein.

Manchester City ist wegen schwerwiegender Verstöße gegen Finanzregeln offiziell in den meisten Anklagepunkten für schuldig befunden worden. Das teilte die Premier League am Dienstag mit, nachdem eine unabhängige Kommission zu dem Entschluss gekommen war.

City sei in allen Anklagepunkten im Zusammenhang mit den Finanzregeln schuldig, dazu in der Mehrheit in Bezug auf die mangelnde Kooperation bei den Ermittlungen. Der Verein kann gegen die Feststellungen bis Freitag Berufung einlegen. Über die Sanktion wird in einer gesonderten Anhörung entschieden. Geldstrafen, Punktabzüge und die Aberkennung von Titeln stehen im Raum.

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In einer Stellungnahme der Premier League heißt es: „Eine unabhängige Kommission hat den FC Manchester City in allen Anklagepunkten für schuldig befunden, die sich auf schwerwiegende Verstöße gegen die Finanzvorschriften der Premier League über einen Zeitraum von neun Spielzeiten beziehen, sowie in den meisten Anklagepunkten im Zusammenhang mit der mangelnden Zusammenarbeit bei den Ermittlungen der Liga.“

Die Vorwürfe gegen den Ex-Klub von Meister-Trainer Pep Guardiola beziehen sich auf die Spielzeiten 2009/10 bis 2017/18. Einer der gravierendsten lautet, dass City in diesem Zeitraum „‚Scheinverträge‘ mit einer Reihe seiner kommerziellen Partner“ geschlossen habe, „um die Einnahmen des Vereins künstlich in die Höhe zu treiben und seine Kosten zu senken.“ Laut der Kommission handelte es sich um eine Summe von 900 Millionen Pfund (rund 1,05 Milliarden Euro).

Pep Guardiola im Mai 2018 mit der ersten Meistertrophäe seiner Amtszeit bei Manchester City. Fünf weitere Premier-League-Titel sollten folgen. (Quelle: Ryan Browne/BPI/Shutterstock via www.imago-images.de/imago)

Außerdem heißt es: „Der Verein legte falsche Jahresabschlüsse vor und verschleierte die tatsächliche Finanzlage vor seinen Wirtschaftsprüfern und den Fußball-Aufsichtsbehörden.“ Die „Skyblues“ haben dem Untersuchungsbericht nach die Ausgabenobergrenzen sowohl der Premier League als auch der Uefa „erheblich überschritten“.

City ist „enttäuscht als auch überrascht“

City dagegen kündigte an, die zur Verfügung stehenden Rechtsmittel auszuschöpfen. Der Klub sei „sowohl enttäuscht als auch überrascht“ und erklärte, „unschuldig hinsichtlich der von der Premier League erhobenen Vorwürfe“ zu sein. Zudem wirft der Klub der Liga vor, nicht unabhängig geurteilt zu haben, schreibt: „Der Verein hat acht Jahre lang gewissenhaft die Grundsätze eines ordnungsgemäßen Verfahrens eingehalten, in der Annahme, dass der Vorstand und die Geschäftsführung der Premier League als unabhängige, unparteiische und faire Regulierungsinstanz agieren würden, die frei von parteipolitischen Einflüssen ist.“

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