Die deutsche Nationalmannschaft feiert einen traumhaften Auftakt in die WM. Gegen Außenseiter Curaçao wissen gleich mehrere Stars zu glänzen.
Aus Houston berichtet William Laing
Durch das Houston-Stadium schwappte bereits Mitte der zweiten Halbzeit die La-Ola-Welle. Die deutschen Fans feierten ihre Mannschaft auf den Rängen und sangen „Oh, wie ist das schön.“ Das DFB-Team hatte ihnen am Sonntagmittag (Ortszeit) den perfekten Anlass dazu geliefert.
Nach zuletzt zwei Auftaktniederlagen bei Weltmeisterschaften gab sich die deutsche Auswahl zum Start der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko keine Blöße. Gegen Turnierdebütant Curaçao wurde die DFB-Elf ihrer Favoritenrolle trotz kurzer Schwächephase gerecht und fertigte den Außenseiter letztlich hochverdient mit 7:1 (3:1) ab.
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Schon früh war Deutschland in der heruntergekühlten Arena in Texas in Führung gegangen. Felix Nmecha schlenzte den Ball nach sechs Minuten traumhaft ins gegnerische Gehäuse. Im Anschluss verlor die Mannschaft von Julian Nagelsmann aber den Faden. Der Bundestrainer musste deshalb mit ansehen, wie Curaçao sein erstes Tor bei einer WM gelang.
Schlotterbeck klärte den Ball in die Füße von Livano Comenencia. Der 22-Jährige donnerte den Ball auf das Tor – und brachte ihn darin unter. Zuvor war die Kugel noch unglücklich von Joshua Kimmich abgefälscht worden. Manuel Neuer, der erstmals nach zwei Jahren wieder im DFB-Tor stand, konnte den Ball nicht mehr entscheidend abwehren (21. Minute)
Deutschland wirkte zunächst verunsichert. Curaçao witterte Morgenluft und arbeitete an einem weiteren Tor. Dann aber traf das DFB-Team per Standard zum 2:1. Schlotterbeck schraubte sich nach einem Eckball von Brown in die Höhe und beruhigte damit die deutschen Gemüter im Stadion und vor den heimischen TV-Bildschirmen (38.). Nach einem Foul an Nmecha erhöhte Havertz per Elfmeter sogar noch vor der Pause auf 3:1 (45.+5).
DFB-Elf dreht im zweiten Durchgang auf
Im zweiten Durchgang drehte die DFB-Elf dann richtig auf. Der umtriebige Musiala jubelte kurz nach Wiederanpfiff über das 4:1. Dann traf Brown zu seinem ersten Länderspieltor (68.). Der Frankfurter hatte auf der Linksverteidigerposition erneut den Vorzug vor David Raum erhalten – und bestätigte Nagelsmanns Vertrauen mit einem überragenden Auftritt.
