Und die Temperaturen steigen weiter

Deutscher Hitzerekord im Juni gebrochen


Aktualisiert am 26.06.2026 – 17:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Arbeiter mit einem Sonnenschirm an einer Baustelle: Nie war es in einem Juni heißer. (Quelle: Christoph Schmidt/dpa)

Es ist so heiß wie noch nie in einem Juni in Deutschland. Vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes zufolge ist eine besondere Marke geknackt.

Der Juni-Rekord ist gebrochen: Um 16.10 Uhr am Freitag wurden an der offiziellen Messstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Saarbrücken-Burbach 41,1 Grad gemessen. Der bisherige Juni-Rekord war 2019 in Bernburg an der Saale aufgestellt worden, er betrug 39,6 Grad.

An 13 weiteren Stationen wurde der alte Juni-Rekord ebenfalls überboten. In Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz waren es um 15.50 Uhr 40,7 Grad, in vier Orten erreichte das Thermometer 40,4 Grad: um 15.30 Uhr im bayerischen Kitzingen, um 15.50 Uhr in Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) und um 16.10 Uhr in Trier-Zewen (ebenfalls Rheinland-Pfalz) und in Waghäusel-Kirrlach (Baden-Württemberg).

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Der DWD betont jedoch, dass die Daten bisher nur als vorläufig gelten können und erst noch geprüft werden müssen, bevor sie amtlich werden.

Am Wochenende soll es noch heißer werden

Auch am Samstag und Sonntag sind weitere Rekorde möglich. Laut DWD könnten die Temperaturen am Wochenende lokal auf bis zu 42 Grad steigen.

Auch der deutsche Allzeitrekord könnte fallen: Bisher wurde in Deutschland noch nie eine höhere Temperatur gemessen als am 25. Juli 2019 in den nordrhein-westfälischen Orten Tönisvorst und Duisburg-Baerl. Bis auf 41,2 Grad stieg damals das Thermometer – dann war Schluss. Jetzt könnte im Frühsommer also der alte Hochsommer-Rekord gebrochen werden.

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Quelle: Glomex

Heiße Sommer gab es schon früher, aber heute ist es extremer

Im Internet kursiert derweil ein bereits in den vergangenen Jahren vorgebrachtes Argument: „Es hat früher auch heiße Tage im Sommer gegeben“, heißt es etwa. „Das ist normal, es ist Sommer!“ Oft wird sehr zugespitzt formuliert. Manche verweisen dabei auf eine Hitzewelle vor genau 50 Jahren.

1976 war wirklich ein außergewöhnlich heißer Sommer: Besonders von Ende Juni bis weit in den Juli gab es eine der markantesten Hitzewellen des vergangenen Jahrhunderts. Doch ganz so heiß wie heute war es damals nicht, wie historische Daten zeigen: Am Rhein herrschten seinerzeit mit die höchsten Temperaturen, in Koblenz zum Beispiel wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis zu 36,4 Grad Celsius gemessen.

Der viel zitierte Supersommer 1976 bleibt mit seinen deutschlandweit 10,2 heißen Tagen hinter heutigen Rekordjahren zurück: Allein in den vergangenen vier Sommern gibt der DWD im Mittel mehr Hitzetage an: 17,3 (2022), 11,5 (2023), 12,5 (2024) und 11,1 (2025).

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