Aufsehenerregender Kriminalfall

Französin seit sechs Jahren verschwunden – nun wurde ihre Leiche entdeckt


Aktualisiert am 20.07.2026 – 06:27 UhrLesedauer: 2 Min.

Eine Illustration vom Gerichtsprozess im Fall Delphine Jubillar: Die 33-Jährige verschwand im Jahr 2020. (Quelle: IMAGO/DOMINIQUE JACOVIDES / BESTIMAGE/imago)

Ein aufsehenerregender Kriminalfall aus Frankreich hat eine neue Wendung genommen. Die Leiche von Delphine Jubillar wurde fast sechs Jahre nach ihrem Verschwinden gefunden.

Delphine Jubillar verschwand im Dezember 2020 während einer coronabedingten Ausgangssperre aus dem südfranzösischen Dorf Cagnac-les-Mines nahe Albi. Fast sechs Jahre später haben Einsatzkräfte die sterblichen Überreste der damals 33 Jahre alten Krankenschwester gefunden.

Die Staatsanwaltschaft von Toulouse erklärte am Sonntag, DNA-Tests hätten ergeben, dass die kürzlich entdeckten Knochen von Jubillar stammen. Die Überreste wurden auf einem Bauernhof rund zehn Kilometer von ihrem Wohnhaus entfernt geborgen. An der zweitägigen Suchaktion waren französischen Medien zufolge rund einhundert Polizisten beteiligt.

Die sterblichen Überreste der Französin Delphine Jubillar wurden bei einem Bauernhof nahe Albi entdeckt. (Quelle: IMAGO/Bertrand Arnaud/ABACA/imago)
Ermittler aus Toulouse geben eine Pressekonferenz: Nach fast sechs Jahren wurden die sterblichen Überreste von Delphine Jubillar gefunden. (Quelle: IMAGO/Bertrand Arnaud/ABACA/imago)

Ehemann zu 30 Jahren Haft verurteilt

Wegen Mordverdachts musste sich ihr Ehemann Cédric Jubillar vor Gericht verantworten. Im vergangenen Oktober wurde der 38-Jährige zu 30 Jahren Haft verurteilt. Cédric Jubillar hatte sich nach dem Verschwinden seiner Frau selbst bei der Polizei gemeldet und sie als vermisst erklärt. Das Paar befinde sich in einem einvernehmlichen Scheidungsverfahren, erklärte er damals.

Es waren jedoch zunächst keine Spuren eines Gewaltverbrechens entdeckt worden – lediglich die zerbrochene Brille der jungen Frau. Die Ermittlungen ergaben, dass das Verhältnis der beiden stark belastet war. Nach Zeugenaussagen hatte Cédric Jubillar mehrfach gedroht, seine Frau zu töten. Delphine Jubillar hatte mit einem anderen Mann ein neues Leben beginnen wollen.

Cédric Jubillar beteuerte vor Gericht stets seine Unschuld. „Ich habe ihr gar nichts getan“, sagte er noch kurz vor der Urteilsverkündung über die Mutter seiner beiden Kinder. Anfang Juli räumte er seinen Anwälten gegenüber ein, seine Frau getötet und vergraben zu haben. Seinen Angaben zufolge lag die Leiche auf einem Feld am Waldrand nahe dem Wohnhaus. Sein Anwaltsteam veröffentlichte das Geständnis, in dem Jubillar selbst von einer „abscheulichen Tat“ sprach.

Gegen seine Verurteilung legte Jubillar Berufung ein. Der Prozess soll am 21. September beginnen.

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