Tränen bei „Sing meinen Song“
Hamburger Sängerin berührt mit persönlichem Schicksal
06.05.2026 – 11:16 UhrLesedauer: 2 Min.
Deine Cousine gab bei „Sing meinen Song“ am Dienstagabend einen intimen Einblick in ihre Gefühlswelt. Sie sang für ihre schwer kranke Mutter.
In der vierten Folge der 13. „Sing meinen Song“-Staffel stand die Musik von Mark Forster im Mittelpunkt. Am Dienstagabend performten die anderen Musiker jeweils einen Song des Sängers – Rocksängerin Deine Cousine, die mit bürgerlichem Namen Ina Bredehorn heißt, sang den Titel „Wenn du mich vergisst“. Diesen widmete sie ihrer Mutter – die Begründung ließ die anderen Künstler und auch Bredehorn selbst emotional werden.
„Das wird der härteste Abend für mich“, begann sie. Zum Hintergrund ihrer Songauswahl erklärte die Musikerin: „Meine Mama hat eine schwere Krankheit und ist seit vielen, vielen Jahren ein Pflegefall.“ Die Mutter der 40-Jährigen lebt mit Parkinson. Die Medikamente, mit denen die Krankheit behandelt wird, hätten starke Nebenwirkungen. „Da kommen Halluzinationen mit. Da kommt Alzheimer auch gratis hinzu“, fügte sie hinzu, während ihr Tränen in die Augen schossen. Auch bei ihrer Großmutter habe sie bereits erleben müssen, wie Alzheimer dazu führen kann, dass ein Mensch seine Angehörigen nicht mehr erkennt.
Kurz vor ihrem 50. Geburtstag habe ihre Mutter die Diagnose bekommen, das Leben der Familie sei von einem auf den anderen Tag schlagartig anders gewesen. Das alles sei zu einer Zeit passiert, in der Bredehorn eigentlich anfangen wollte, ihr eigenes Leben zu leben. Trotz der Diagnose ihrer Mutter zog sie dann tatsächlich auch nach Hamburg, um dort ihre Musikkarriere voranzubringen.
Viele Jahre, die sie mit ihrer Mutter hätte haben können, habe sie mit ihrer Karriere verbracht, erinnerte sich Bredehorn. Deshalb habe sie heute Schuldgefühle. „Wir haben teilweise Telefonate geführt, wo sie einfach weinend am Telefon war und sagte: ‚Wann kommst du mich denn wieder besuchen?'“, erzählte sie.
Das Schlimmste sei, „dass ich seit 18 Jahren Abschied von meiner Mama nehme“. Die Angst, dass ihre Mutter sie irgendwann vergessen könnte, verarbeitete Bredehorn in dem Song Mark Forsters – und rührte damit nahezu alle Musiker zu Tränen. Letztendlich wurde ihre Version zur Performance des Abends gewählt.
