In ausgewählten Städten
Rewe startet Sofortlieferung
15.09.2026 – 10:59 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Milch für den Kaffee ist sauer? Die Eier für den Kuchen fehlen? Diese Kleinigkeiten sollen künftig in unter einer Stunde zu Ihnen nach Hause geliefert werden können.
Nicht nur Pizza, Pasta, Burger und Pommes können künftig via Sofort-Lieferdienst bestellt werden. Auch Milch, Butter, Eier und Aufschnitt werden jetzt bequem und kurz nach Eingang der Bestellung nach Hause geliefert. Zumindest bei Produkten von Rewe. Denn die Supermarktkette kooperiert jetzt mit den Lieferplattformen Uber Eats, Wolt und Lieferando.
Der Haken: Der Service kann vorerst nur in ausgewählten Städten genutzt werden. Dazu zählen Köln (Wolt), Frankfurt am Main (Uber Eats) sowie Hamburg und Jena (Lieferando). Bis Ende des Jahres soll er jedoch auf weitere Großstädte in Deutschland ausgedehnt werden. Welche das sein werden, teilte Rewe nicht mit. Der Konzern stellt jedoch in Aussicht, dass in den kommenden Jahren eine Ausweitung auch auf kleine und mittelgroße Städte geplant sei. Eine Grundlage dafür bietet der Abholservice, den Rewe bereits in über 2.200 Märkten betreibt.
Sortiment je nach Filiale
Voraussetzung für die Nutzung der Rewe-Sofort-Lieferung ist ein Kundenkonto bei einem der genannten Lieferdienste. Ein Rewe-Kundenkonto ist nicht notwendig. In der App des Lieferdienstes stehen dann die Produkte der am nächsten liegenden Rewe-Filiale zur Auswahl. Die bestellbaren Produkte hängen also auch von dem Warenangebot dieses Standorts ab. Dort werden sie nach der Bestellung zusammengestellt – sie stammen nicht aus einem zentralen Rewe-Lager.
Die gewünschten Produkte sollen dann maximal eine Stunde nach Bestelleingang beim Kunden ankommen, verspricht Rewe.
Lukratives Geschäft
Neu ist die Kooperation zwischen Rewe und Flink nicht. Die Supermarktkette beteiligte sich bereits 2021 an dem Schnelllieferdienst und übernahm dessen Warenversorgung. In den folgenden Jahren weitete Rewe sein Engagement durch weitere Investitionen und Vertriebspartnerschaften aus. Neu ist jetzt das Geschäftsmodell, dass Rewe zusätzlich mit Plattformen wie Uber Eats, Lieferando und Wolt zusammenarbeitet.
Hintergrund der Ausweitung ist unter anderem das erwartete Wachstum des Online-Lebensmittelhandels. Eine Roland-Berger-Studie schätzte das Marktpotenzial von sogenanntem Quick Commerce im deutschen Lebensmittelhandel bis 2030 auf rund 13 Milliarden Euro.
Das haben auch schon andere Unternehmen gemerkt. Denn neben Rewe gibt es Lieferdienste wie Knuspr und Flink. Auch diese Anbieter liefern zahlreiche Lebensmittel innerhalb kurzer Zeit direkt nach Hause. Knuspr verspricht eine Lieferung von unter drei Stunden, Flink verspricht die Zustellung teilweise innerhalb weniger Minuten (zehn bis 30 Minuten).
