Beim Laden sind serienmäßig 11 Kilowatt Wechselstrom und 50 Kilowatt Gleichstrom möglich. An der Wallbox soll der Akku von 10 auf 100 Prozent in 2 Stunden und 35 Minuten laden, an der Schnellladesäule von 10 auf 80 Prozent in 30 Minuten.

Das ist einerseits vertretbar für die Marktausrichtung des Twingo als Stadtauto, andererseits etwas schade: Er wirkt vom Raumkonzept her so vollwertig, dass man ihm fast mehr zutrauen möchte als nur die Rolle des Zweitwagens für kurze Strecken.

Der Preis macht ihn spannend

Interessant ist auch der Preis: Der Twingo kostet ab 19.990 Euro und gehört damit zu den günstigsten E-Autos in Deutschland. Viele Hersteller haben kleine Autos aufgegeben, weil Vorschriften, Sicherheitsanforderungen, Assistenzsysteme und Kundenerwartungen die Kosten nach oben treiben. Kleine Autos sind längst nicht mehr automatisch billig, vor allem, wenn sie elektrisch sind.

Zur Markteinführung gibt es zwei Ausstattungslinien: Evolution und Techno. Schon die Basis bringt unter anderem ein 7-Zoll-Fahrerdisplay, ein 10-Zoll-Zentraldisplay, Smartphone-Spiegelung, Tempomat, Notbremsassistent, Spurhalteassistent, automatische Parkbremse, verschiebbare Rücksitze, höhenverstellbaren Fahrersitz, manuelle Klimaanlage, Parksensoren hinten und ein Ladekabel mit. Basisfarbe ist übrigens ein knalliges Gelb – wer sich damit arrangiert, bringt etwas Farbe auf die Straße. Wer es dezenter mag, spült Renault noch etwas Geld (250 bis 750 Euro) für die aufpreispflichtigen Lackierungen in die Kasse.

Auch von hinten freundlich: Der Retrolook zieht sich durch. (Quelle: Renault)

Die Techno-Version kostet in Deutschland 21.590 Euro. Sie beinhaltet zusätzlich unter anderem ein Navi, Rückfahrkamera, einen adaptiven Tempomaten, Klimaautomatik, One-Pedal-Fahren, getönte Scheiben hinten, elektrisch einklappbare Außenspiegel, eine umklappbare Beifahrersitzlehne, Schlüsselkarte, Fernlichtautomatik, automatische Scheibenwischer und sechs Lautsprecher. Sitzheizung gibt es optional. Nach Renault-Angaben entfallen in Deutschland rund 80 Prozent der Bestellungen auf diese Ausstattung, etwa 20 Prozent auf die Basisversion.

Der gefahrene Testwagen lag mit beinahe Vollausstattung bei rund 23.000 Euro. Das ist deutlich über dem angekündigten Einstiegspreis, aber immer noch in einem Bereich, in dem der Twingo interessant bleibt – vorausgesetzt, Renault hält die Preisstruktur tatsächlich schlank.

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